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Rettungskräfte gehen von Haus zu Haus und bereiten die Evakuierung vor
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Autoren

Marcel Kehrer
Michael Buchner
Andreas Wenleder
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Rettungskräfte gehen von Haus zu Haus und bereiten die Evakuierung vor

In Obertraubling haben Einsatzkräfte den Bereich, den die Polizei um die beiden Bomben in der Anno-Santo-Siedlung gezogen hat, geräumt. Jetzt beginnt die Entschärfung der beiden Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg.

Rund 1.000 Menschen sind von der Evakuierung betroffen - und auch der Verkehr: Die B15 durch Obertraubling und weitere Straßen sind bereits seit neun Uhr gesperrt. Die Landshuter Straße und die Piesenkofener Straße bleiben allerdings frei. Die A93 in Richtung München bleibt damit erreichbar.

Zugstrecken nach München und Passau sind gesperrt

Von der Evakuierung ist auch ein kleiner Teil der Nachbarstadt Neutraubling betroffen. Außerdem liegt die Realschule Obertraubling innerhalb des Sperrgürtels. Hier findet heute kein Unterricht mehr statt. Der Bahnhof von Obertraubling ist während der Evakuierung geschlossen. Auf den Bahnstrecken Regensburg-München und Regensburg-Passau ist momentan der Zugverkehr eingestellt. Der Betrieb im nahen BMW-Werk kann ungestört weiterlaufen. Es liegt außerhalb der Sperrzone.

Der Sperrradius

Der Sperrradius um die Bombe

Der Sperrradius um die Bombe

Die Entschärfung

Die britische 500-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg soll als erstes entschärft werden. Danach wird die kleinere 10-Kilo-Bombe unschädlich gemacht. Sie muss laut Polizei vor Ort gesprengt werden. Die Blindgänger waren bei Sondierungsarbeiten gefunden worden.

Alliierte bombardierten Militärflugplatz

Die Vorortgemeinde Obertraubling liegt südöstlich von Regensburg. Die Gegend war im Zweiten Weltkrieg mehrfach das Ziel alliierter Luftangriffe, weil hier ein Militärflugplatz angesiedelt war. Im Erdreich schlummern noch zahlreiche Blindgänger. Bei Bauprojekten werden Grundstücke deshalb regelmäßig gezielt nach Sprengkörpern abgesucht.