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Ein gestern bei Bauarbeiten entdeckter 250 Kilogramm-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde heute Nachmittag entschärft. Bei der vorausgegangenen Evakuierung mussten rund 4.000 Anwohner das Gebiet verlassen.

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Regensburg: Weltkriegsbombe entschärft

Ein Sprengstoffkommando hat am Freitagnachmittag im Südwesten von Regensburg eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Zuvor hatten rund 4.000 Anwohner ihre Wohnungen und Häuser im betroffenen Gebiet verlassen müssen.

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Von
  • BR24 Redaktion
  • Uli Scherr
  • Michael Wagner

Sprengstofffachleute haben am Freitagnachmittag in Regensburg-Kumpfmühl eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Das hat die Polizei mitgeteilt. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger war am Donnerstag bei Bauarbeiten entdeckt worden. Rund 4.000 Anwohner hatten deshalb seit dem Morgen ihre Häuser verlassen müssen. Auch ein Altenheim mit 140 Bewohnern musste geräumt werden.

Nach 15 Minuten war alles vorbei

Das eigentliche Entschärfen dauerte nicht länger als 15 Minuten. Für Sprengmeisterin Bettina Jurga war es beinahe ein Routinejob.

"Es gab soweit keine Komplikationen bei der Entschärfung heute. Der Kopfzünder war verstaubt, demzufolge er ging relativ sehr sehr schwer raus aber ansonsten lief alles reibungslos." Sprengmeisterin Bettina Jurga

Eigentlich hieß es seitens der Polizei schon gegen 14.30 Uhr, dass die Evakuierung der Menschen innerhalb des 400-Meter-Sperrradius rund um den Fundort im Stadtteil Kumpfmühl abgeschlossen sei. Dann aber wurden aus einem Hubschrauber heraus noch einmal Personen in dem Gebiet entdeckt. Diese mussten von der Polizei extra herausgebracht werden.

Mehr als 200 Helfer im Einsatz

Rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 130 Rettungssanitäter kümmerten um die Evakuierung. Um kurz vor 16 Uhr gab die Polizei Entwarnung, dann durften die Anwohner wieder Häuser zurückkehren.

Gymnasium und Hotel als Notunterkunft

Ein Gymnasium in der Nähe diente als Notunterkunft für die Anwohner. Die Altenheimbewohner wurden in einem Hotel untergebracht. Aufgrund der Sperrzone mussten auch mehrere Stadtbus-Linien umgeleitet werden. Die nicht weit entfernte Autobahn A93 und die Bahnlinien in Richtung Nürnberg und Passau waren dagegen nicht beeinträchtigt.

Nicht der erste Blindgänger im Stadtteil

Im Süden von Regensburg werden immer wieder Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Zuletzt war das im November vergangenen Jahres der Fall. Der Stadtteil Kumpfmühl war im Jahr 1944 von Alliierten bombardiert worden.

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Sprengstofffachleute haben am Freitagnachmittag in Regensburg-Kumpfmühl eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Rund 4.000 Anwohner hatten deshalb seit dem Morgen ihre Häuser verlassen müssen.

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Auf diesem Bauplatz wurde die Bombe gefunden.

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Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger war bei Bauarbeiten entdeckt worden. Das eigentliche Entschärfen dauerte nicht länger als 15 Minuten.

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Rund 90 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 130 Rettungssanitäter kümmerten um die Evakuierung.