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Nach dem Fund einer 250 Kilo Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg am Bahnhof Ansbach, ist die Entschärfung der Bombe für heute Abend gegen 19 Uhr geplant. Rund 2.500 Anwohnerinnen und Anwohner müssen ihre Wohnungen verlassen.

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Bombe in Ansbach: Entschärfung hat begonnen

Die Entschärfung der Fliegerbombe hat um 20.40 Uhr begonnen. Zuvor war es zu Verzögerungen bei der Evakuierung gekommen. Uneinsichtige Anwohner sorgen derzeit für Behinderungen.

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Von
  • Markus Balek
  • Jonas Miller

Die Entschärfung der Fliegerbombe, die heute Vormittag am Ansbacher Bahnhof gefunden wurde, hat am Montagabend um 20.40 Uhr begonnen. Zuvor kam es zu Verzögerungen bei der Evakuierung. Neben vielen verständnisvollen Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Wohnungen ohne Probleme verlassen haben, sorgten einige wenige Uneinsichtige bei der Räumung für Verzögerungen, so eine Sprecherin der Stadt. Die Entschärfung der Bombe soll demnach um 20.30 Uhr beginnen.

250-Kilo-Bombe mit zwei Zündern

Bei dem gefundenen Blindgänger am Bahnhof in Ansbach handelt es sich um eine 250-Kilo-Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg. Der Sprengkörper hat zwei Aufschlagszünder auf der Vorder- und Rückseite. Ein Zünder zeigt nach oben, der andere muss solange vergraben bleiben bis die Evakuierung komplett abgeschlossen ist. Erst dann kann die Bombe ausgegraben und gedreht werden. Aktuell gehen die Sprengmeister davon aus, dass sie die Bombe mechanisch entschärfen, also einen Zünder abschrauben können. Gelingt das nicht, müsste der zweite Zünder abgesprengt werden.

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Die 250-Kilo-Bombe wurde zwischen den Gleisen 2 und 3 gefunden

Evakuierungsmaßnahmen verzögern sich

Die Evakuierungsmaßnahmen verzögern sich unterdessen weiter. Gerade in einigen Gebieten, in welchen viele Menschen leben, haben noch nicht alle Personen ihre Wohnungen verlassen. Teils liege das auch an mangelnder Mobilität älterer Menschen, so ein Sprecher der Stadt. Bevor nicht alle Personen im Radius von 500 Meter evakuiert seien, werde nicht mit der Bergung und der anschließenden Entschärfung begonnen, so der Sprecher weiter.

2.500 Menschen im Evakuierungsbereich gemeldet

Die Fliegerbombe sollte eigentlich ab 19 Uhr entschärft werden. Der Sprengmeister hatte zuvor einen Evakuierungsradius von 500 Metern festgelegt. In dem Gebiet sind etwa 2.500 Anwohnerinnen und Anwohner gemeldet. Im Evakuierungsbereich befinden sich folgende Kreuzungen und Straßen:

  • Mathias-Oechsler-Straße / Bahnhofsstraße
  • Philipp-Zorn-Straße / Bandelstraße
  • Louis-Schmetzer-Straße
  • Heilig-Kreuz-Straße
  • Promenade
  • Herrieder Tor und Schlossstraße

Anwohnerinnen und Anwohner wurden gebeten, das Gebiet zu verlassen und sich bei Verwandten, Freunden oder Bekannten unter Einhaltung der bestehenden Corona-Regeln einzufinden.

Turnhalle steht für Anwohner zur Verfügung

Personen, die diese Möglichkeit nicht haben, könnten in die Turnhalle Weinbergschule gehen, so die Stadt. Im Rahmen der Räumung wurde auch für Personen, die coronapositiv seien, eine Unterbringung geplant. Da zu diesem Zeitpunkt detaillierte Informationen zum Räumungsbereich fehlten, wurde von einer Maximalzahl an Personen, die unterzubringen sind, ausgegangen. Im dann festgelegten Räumungsbereich waren es letztlich noch insgesamt neun infizierte Personen, die in einer Ansbacher Turnhalle während der Zeit der Räumung unter zu bringen waren.

Züge aus Nürnberg enden in Wicklesgreuth

Zwischen Wickelsgreuth und Dombühl fahren weiterhin keine Züge der S4, die S-Bahnen aus Nürnberg enden vorzeitig in Wicklesgreuth. Züge aus Würzburg fahren bis Oberdachstetten, aus Richtung Treuchtlingen enden sie vorzeitig in Triesdorf. Zwischen Triesdorf und Oberdachstetten sowie zwischen Ansbach und Wicklesgreuth fahren stattdessen Busse. Da der Bahnhof Ansbach nicht angefahren werden kann, fahren die Busse in Ansbach ab dem Parkplatz Hofwiese, der sich außerhalb des Gefahrenbereichs befindet.

Einschränkungen im Ansbacher Buslinienverkehr

Der Linienbusverkehr im Evakuierungsbereich mit den zentralen Umsteigepunkten am Bahnhof und Schlossplatz ist derzeit eingestellt. Nach Entschärfung der Bombe und der Aufhebung der Verkehrssperrungen tritt der normale Fahrplan wieder in Kraft.

Bahnhof seit Vormittag gesperrt

Am Vormittag ist am Bahnhof in Ansbach ist eine 250 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg zwischen den Gleisen zwei und drei entdeckt worden. Der Bahnhof wurde daraufhin komplett gesperrt.

Der Artikel wird laufend aktualisiert.

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