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Polizisten und Demonstranten auf einer Straße bei Altschauerberg
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Andreas Schuster
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Polizisten und Demonstranten auf einer Straße bei Altschauerberg

Unter dem Motto "den Drachenlord das Fürchten lehren" versammelten sich am Montagabend rund 180 meist junge Menschen in Altschauerberg, einem 40-Seelen-Ort südlich von Emskirchen (Lkr. Neustadt/Aisch-Bad Windsheim). Sie hatten ein Versammlungsverbot des Landratsamtes und des Verwaltungsgerichts Ansbach ignoriert und waren in den Wohnort des jungen Mannes gekommen, der bei Youtube unter dem Namen "Drachenlord" auftritt. Um die angespannte Lage im Griff zu behalten, wurde auch das Unterstützungskommando (USK) eingesetzt. Die Spezialkräfte der Polizei wurden vom DFB-Pokalspiel der SpVgg Greuther Fürth gegen Borussia Dortmund abgezogen.

Böller vorm Haus des "Drachenlords" gezündet

Die Polizei registrierte Autos aus dem gesamten Bundesgebiet, sprach über 100 Platzverweise aus und drohte einigen der Feinde des "Drachenlords", sie in Gewahrsam zu nehmen. Die Beamten sperrten auch die Durchfahrtsstraße von Altschauerberg. Zuvor hatten einige der Demonstranten vor dem Haus des "Drachenlords" Böller gezündet. Auch eine kleine Fläche von etwa sechs Quadratmetern geriet in Brand, worauf die Feuerwehr anrückte. Das Feuer wurde schnell gelöscht, die Feuerwehr blieb aber die Nacht über vor Ort. In der Nacht entspannte sich die Situation insgesamt dann etwas.

9.500 Demo-Teilnehmer angekündigt

Hintergrund der Hassdemo ist ein mittlerweile Monate langer Streit des selbsternannten Youtube-Stars "Drachenlord" mit seinen Kritikern. Im Zuge dessen hatte der "Drachenlord" seine Adresse im Internet veröffentlicht, mit dem Hinweis den Streit persönlich zu klären, wenn die Nutzer sich das trauten. Zu der Hassdemo hatten sich über 9.500 Menschen angekündigt. Daraufhin hatte das Landratsamt ein Versammlungsverbot ausgesprochen. Eine Klage gegen das Verbot hatte das Verwaltungsgericht Ansbach am Montag abgewiesen.

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Andreas Schuster

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Regionalnachrichten Franken vom 21.08.2018 - 06:30 Uhr