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Böller ja oder nein: Umgang mit Feuerwerk in Bayern | BR24

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Beim Thema Silvesterfeuerwerk geht Türkheim im Landkreis Unterallgäu einen erfolgreichen Weg. Seit 13 Jahren bereits organisiert die Gemeinde am Torbogen beim Rathaus eine Silvesterparty mit großem Höhenfeuerwerk.

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Böller ja oder nein: Umgang mit Feuerwerk in Bayern

Wo dürfen an Silvester Raketen gezündet werden? In Sachen Feuerwerk geht man in Bayern unterschiedliche Wege. Zum Beispiel in Schwaben: Kommunen wie Augsburg und Memmingen haben Sperrzonen eingerichtet, Türkheim hat eine andere Lösung gefunden.

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Keine Raketen, Knaller oder Batteriefeuerwerke in der Altstadt: das ist die Memminger Linie. Die Stadtverwaltung begründet das damit, dass die historischen Gebäude dort geschützt werden müssten. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Die Polizei kontrolliert, ob gegen das Verbot verstoßen wird. Außerhalb der Memminger Altstadt dürfen Feuerwerkskörper an Silvester und Neujahr wie gewohnt abgeschossen werden.

In der Augsburger Innenstadt sind keine Böller erlaubt

Einen ähnlichen Weg geht Augsburg: In der Innenstadt dürfen keine pyrotechnischen Gegenstände gezündet werden. Das gilt etwa für den Königsplatz, einem beliebten Treffpunkt auch in der Silvesternacht. Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdiensts und Polizisten werden genau hinschauen, ob Partygänger trotzdem Raketen dabei haben. Zugangskontrollen soll es aber nicht geben. Erst am vergangenen Wochenende kam es in Augsburg zu Zwischenfällen mit Feuerwerkskörpern.

Die Stadt Kempten weist darauf hin, dass das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie besonders brandempfindlichen Häusern gesetzlich verboten ist. In diesem Zusammenhang hat die Stadtverwaltung vor allem die Gebäude am Hildegardplatz im Blick. Die Basilika St. Lorenz, die Residenz sowie das Zumsteinhaus werden derzeit saniert beziehungsweise umgebaut und sind wegen der Bauarbeiten besonders feuergefährdet. Deshalb sollen dort keine Böller gezündet werden.

Türkheim organisiert zentrales Feuerwerk

Einen anderen Weg geht man in Türkheim. Seit 13 Jahren schon organisiert die Gemeinde im Landkreis Unterallgäu eine zentrale Silvesterparty am Torbogen beim Rathaus - mit großem Feuerwerk und Musik. Das Ziel: Die Bürger sollen keine eigenen Böller zünden, sondern Geld für das große Feuerwerk spenden. Bis zu 3.000 Besucher kommen im Schnitt zur Party. Rund 10.000 Euro lässt sich Türkheim die Aktion kosten, die auch von lokalen Firmen unterstützt wird.