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Symbolbild: Böller mit brennender Zündschnur
© picture-alliance/dpa
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Symbolbild: Böller mit brennender Zündschnur

Bei dem Vorfall in Augsburg wurde eine 16-Jährige von einem abgelösten Teil eines explodierten Böllers am Kopf getroffen. Sie erlitt neben Schmerzen einen Hörverlust, wie die Polizei mitteilte. Ein Böller traf eine 17-Jährige am Knie. Die Jugendliche blieb aber unverletzt. Die Polizei nahm einen 18-Jährigen fest, der einen Böller geworfen haben soll. Andere mutmaßlich Beteiligte flüchteten vor Eintreffen der Beamten.

Im Augsburger Stadtteil Göggingen warf eine Frau Böller von einem Balkon und verfehlte einen Passanten nur knapp. Der wollte die Frau zur Rede stellen, worauf sie selbst die Polizei anrief.

Mann verliert drei Finger, Ehepaar hat Glück

So gab es seit Freitag bereits mehrere Unfälle mit Feuerwerk. In Unterfranken verlor ein Mann drei Finger einer Hand. Er wollte laut Bayerischem Roten Kreuz mehrere selbstgebastelte Kracher auf einmal zünden. Als das nicht klappte, sah der Mann nach und nahm die Böller in die Hand, die dann jedoch explodierten. Die drei Finger konnten nicht gefunden werden.

Glück hatte dagegen ein Ehepaar am Würzburger Hubland. Ein 17-jähriger warf einen Böller zwischen parkende Autos. Der Feuerwerkskörper explodierte direkt am Fußraum eines Pkw, in dem ein 37-Jähriger Fahrzeugführer und seine 32 Jahre alte Ehefrau saßen. Nur durch Glück wurde niemand verletzt.

Regeln für das Zünden von Feuerwerkskörpern

Die Polizei weist daraufhin, dass nicht grenzenlos Feuerwerk gezündet werden darf. In Deutschland dürfen nur mit "CE" gekennzeichnete Böller und Raketen verwendet werden. Viele Böller, die im benachbarten Ausland erlaubt sind, dürfen in Deutschland nicht verwendet werden. Bei der Feuerwerksklasse 2 dürfen nur Erwachsene die Lunte anzünden. Generell darf Feuerwerk nur an Silvester und Neujahr abgebrannt werden, dies jedoch jeweils ganztägig, das heißt ab Silvester 0 Uhr bis 24 Uhr des Neujahrstages.

Geböllert werden darf grundsätzlich nicht neben Krankenhäusern, Seniorenheimen, Kindergärten, Friedhöfen sowie neben bestimmten historischen Gebäuden und bei größeren Menschenansammlungen. Zudem haben einige Städte und Gemeinden lokale Böllerverbote erlassen. Von selbstgebasteltem Feuerwerk und nicht gezündeten Böllern sollten auf jeden Fall die Finger gelassen werden.

Einige Städte haben Feuerwerke verboten. Auch das oberbayerische Kreuth will es dieses Jahr nicht krachen lassen.

Einige Städte haben Feuerwerke verboten. Auch das oberbayerische Kreuth will es dieses Jahr nicht krachen lassen.