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Felder unter Wasser im Landkreis Neu-Ulm im Juli.

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Boden zu weich: Schwierige Ernte nach Überschwemmungen

Nach dem Starkregen im Landkreis Neu-Ulm vor rund einem Monat haben Landwirte noch immer mit den Folgen zu kämpfen. Zwar ist das Wasser auf vielen Feldern inzwischen abgelaufen, doch weicher Boden und Nässe erschweren und bedrohen die Ernte.

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Peter AllgaierPeter AllgaierVeronika ScheidlVeronika Scheidl
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Nach dem Starkregen im Landkreis Neu-Ulm vor rund einem Monat haben Landwirte noch immer mit den Folgen zu kämpfen. Zwar ist das Wasser auf vielen Feldern inzwischen abgelaufen, doch weicher Boden und Nässe erschweren und bedrohen die Ernte.

Starkregen und Überschwemmungen hatten die Landwirte im Landkreis Neu-Ulm schwer getroffen. Teilweise konnten sie ihre Ernte wochenlang nicht einholen, weil die Äcker schlicht zu nass waren und die Felder wochenlang unter Wasser standen. Wie nass die Felder teilweise auch jetzt noch sind, sieht man an Fröschen, die sich dort angesiedelt haben. Und obwohl das Wasser auf den Feldern inzwischen stark zurückgegangen ist, plagen die Bauern große Sorgen.

Mähdrescher zu schwer für weichen Boden

Denn durch das tonnenschwere Gewicht von Landmaschinen entstehen tiefe Furchen auf den feuchten Äckern, die Böden werden in den Folgejahren weniger Ertrag abwerfen. Die Landwirte können allerdings nicht länger mit dem Dreschen warten, denn das Getreide ist vielerorts schon überreif. Auf einigen Feldern bilden sich durch die Nässe Schimmelpilze, die das Getreide oft selbst als Futter unbrauchbar machen, denn es könnte Krankheiten bei den Tieren auslösen.

Wer kann, fährt mit Raupenmähdreschern auf den weichen Boden. Denn sie verteilen den Druck der schweren Maschinen auf eine breitere Fläche. Viele, die selbst keinen Raupenmähdrescher besitzen, hoffen jetzt, einen mieten zu können.

Landwirte hoffen auf trockenes Wetter

Um lagerfähig zu sein, darf Getreide nur einen Feuchtegehalt von 15 Prozent haben, sonst muss es nachgetrocknet werden, was weitere Kosten verursacht. Die Landwirte hoffen, dass es in den kommenden Tagen trocken bleibt, damit sie endlich fertig dreschen können. Nach jedem Regen dauert es zwei bis drei Tage, bis die Ähren wieder trocken sind und geerntet werden können. Für die Landwirte ein Wettlauf mit der Zeit. Der Bauernverband erwartet dieses Jahr eine leicht unterdurchschnittliche Ernte.

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Landwirte sind unterwegs, um die Ernte einzuholen.

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