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BN sagt Mitgliederbefragung zum Frankenschnellweg ab | BR24

© picture-alliance/dpa

Frankenschnellweg Nürnberg: Der Bund Naturschutz hat seine Mitgliederabstimmung dazu abgesagt.

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    BN sagt Mitgliederbefragung zum Frankenschnellweg ab

    Der Bund Naturschutz (BN) sagt seine geplante Mitgliederbefragung zum kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs ab. Diese sollte eigentlich Ende September, Anfang Oktober durchgeführt werden.

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    Die Absage der geplanten Mitgliederbefragung des Bund Naturschutz (BN) zum Frankenschnellweg, bestätigte der BN-Landesgeschäftsführer Peter Rottner dem Bayerischen Rundfunk. Grund dafür sei die Entscheidung der Stadt Nürnberg, das Gerichtsverfahren vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof wieder aufzunehmen.

    Fehlende Grundlage für außergerichtlichen Vergleich

    Damit fehle die Grundlage, auf der der Bund Naturschutz einen außergerichtlichen Vergleich mit der Stadt Nürnberg ausgehandelt habe. Es mache keinen Sinn, jetzt die rund 8.000 Mitglieder zu befragen, sagte Rottner. "Das ist teuer und bringt nichts." Rottner war Verhandlungsführer in den Gesprächen mit der Stadt Nürnberg.

    Kompromiss mit Stadt Nürnberg sinnlos

    Der Kompromiss sah unter anderem ein Durchfahrtsverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen und ein Tempolimit von 60 Kilometern pro Stunde auf der ausgebauten Strecke vor. Dieser Vergleich habe sich überholt, wenn die Stadt Nürnberg jetzt den Prozess fortführe, so Rottner.

    Entscheidung über Ausbau vertagt

    Die Stadt Nürnberg strebt jedoch eine juristische Entscheidung an. Dies teilte Bürgermeister Christian Vogel (SPD) gestern den Stadträten mit. Denn der zweite Kläger, ein Privatmann, der ein Reihenhaus direkt am Frankenschellweg besaß, hat dem Kompromiss nicht zugestimmt. Die Stadt geht davon aus, dass dieses Verfahren rund zwei Jahre dauern wird. Weil noch ein zweites Verfahren anhängig ist, wird frühestens im Jahr 2025 mit einer Entscheidung für oder gegen den Ausbau gerechnet.

    BN-Landesgeschäftsführer Rottner schlug vor, die Zeit zu einem Umdenken zu nutzen. Denn der Ausbau sei zu teuer und passe nicht mehr in die Zeit.

    © BR-Grafik

    Die Ausbaupläne für den Frankenschnellweg: Kernstück ist der rund 1,8 Kilometer lange Tunnel (rote und gelbe Punkte) für den Durchgangsverkehr.

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