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BMW-Werk Dingolfing: IG Metall droht mit Warnstreiks ab März | BR24

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Bildrechte: IG Metall Landshut

Die IG Metall versperrte um 5 Uhr das Tor 3 der BMW AG in Dingolfing und machte ihre Forderung in der aktuellen Tarifrunde deutlich.

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    BMW-Werk Dingolfing: IG Metall droht mit Warnstreiks ab März

    Die IG Metall hat in der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie bei BMW in Dingolfing mit einer Aktion auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht. Sie droht ab dem 2. März mit Warnstreiks.

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    Von
    • Norbert Bauer

    In der laufenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie hat die IG-Metall am Dienstagmorgen bei BMW in Dingolfing mit einer Aktion auf ihre Forderungen aufmerksam gemacht. Rund 50 Vertrauensleute der Metallgewerkschaft haben die Produktionsmitarbeiter der Frühschicht am Tor 3 empfangen. Auf Transparenten forderten sie vier Prozent für Einkommen und Beschäftigung. Dabei versperrten die Gewerkschafter mit einer Menschenkette und einem starken Tau die Werkszufahrt.

    IG Metall hofft auf Angebot

    Thomas Zitzelsberger, der Vorsitzende der IG Metall Vertrauensleute im größten Produktionswerk der BMW AG in Europa, ist auch Mitglied der bayerischen Verhandlungskommission. Er begründet die Aktion: "Ich habe kein Verständnis für das Verhalten der Arbeitgeber. Die letzte Tariferhöhung war im April 2018. Jetzt wollen sie uns zwei weitere Jahre nichts geben. Bei BMW geht die Produktion nach oben und der Verkauf von Fahrzeugen nimmt zu." Er erwarte in der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Montag "ein Angebot, über das wir reden können, sonst rast die Tarifrunde in der Branche auf einen Konflikt zu!"

    Klare Perspektiven für Unternehmen und Mitarbeiter schaffen

    Das Unternehmen fordere den Beschäftigten volle Flexibilität ab. Nach der Kurzarbeit gehe es wieder in Richtung Vollauslastung. Die IG Metall hält ihre Forderungen für berechtigt.

    Bei BMW in Dingolfing produzieren rund 18.000 Beschäftigte täglich mehr als 1.200 Fahrzeuge im Premiumsegment. Mit Zukunftsvereinbarungen wolle die Metallgewerkschaft klare Perspektiven für Unternehmen und Mitarbeiter schaffen, um die Herausforderungen des technologischen Wandels gemeinsam zu bestehen. In den bisherigen Verhandlungen hätten die Arbeitgeber nicht auf die Forderungen reagiert, so die IG Metall.

    Lohnstopp bis 2023?

    Der Arbeitgeberverband will laut IG Metall in Bayern einen Lohnstopp bis zum Jahr 2023 und fordert Zugeständnisse beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld der Beschäftigten. Dies ist nach Aussage der IG Metall nicht mit ihr zu machen. Die IG Metall weist Angriffe auf bestehende Tarifrechte zurück, heißt es in einer Pressemitteilung. Der IG Metall-Bevollmächtigte Robert Grashei drohte ab dem 2. März mit Warnstreiks. Zur Einigung bleiben den Tarifpartnern noch vier Wochen bis zum Ende der Friedenspflicht.

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