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Ja im Haushaltsausschuss zu Grundstückstausch in Vaterstetten | BR24

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Ja im Haushaltsausschuss zu Grundstückstausch in Vaterstetten

Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat mit einem Grundstückstausch den Weg für die Ansiedlung von BMW und Krauss-Maffei in Vaterstetten freigemacht. Der Freistaat stellt ein bisher landwirtschaftlich genutztes Grundstück zur Verfügung.

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Der Freistaat stellt sein bisher landwirtschaftlich genutztes Grundstück nördlich der A94 zwischen Parsdorf und Grub für den Bau eines Gewerbegebiets zur Verfügung. Somit wird der Weg für die Ansiedlung von BMW und Krauss-Maffei in Vaterstetten freigemacht. Im Gegenzug erhält der Freistaat eine Fläche südlich der A94 zwischen Parsdorf und Grub. Diese soll vom Staatsgut Grub landwirtschaftlich genutzt werden.

Platz für Tausende Wohnungen im Münchner Norden

Mit dem Grundstückstausch und der Ansiedlung von BMW und Krauss-Maffei sollen die bisher von den Firmen genutzten Flächen im Münchner Norden frei werden. Dort könnten bis zu 5.000 neue Wohnungen entstehen.

Der Ausschussvorsitzende Josef Zellmeier (CSU) bezeichnete das Geschäft als Win-Win-Situation: "Zum einen werden Arbeitsplätze in der Region erhalten und sogar neu geschaffen. Zum anderen entstehen auf den freiwerdenden Arealen, die die Unternehmen in München bisher genutzt haben, neue Wohnungen."

CSU: "Win-Win-Situation" - Grüne: "Unmöglicher Vorgang"

Kritik kommt von den Grünen. Die haushaltspolitische Sprecherin Claudia Köhler sprach laut Mitteilung von einem unmöglichen Vorgang: "Im Plenum halten CSU und Freie Wähler Sonntagsreden zum Flächenfraß und was noch alles getan werden muss. Und im selben Augenblick gibt der Freistaat selbst 67,4 Hektar staatlicher landwirtschaftlicher Fläche an einen privaten Investor frei." Es sei zwar klar, dass die Firmen Platz brauchten. Aber der vorgesehene Standort sei nicht geeignet, "ausgerechnet auf einer wertvollen landwirtschaftlichen Fläche mit ungelösten Verkehrsproblemen."

SPD: Unterschiedliche Interessen wurden berücksichtigt

Die SPD dagegen begrüßt den Beschluss. Es sei gelungen, viele unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bringen, heißt es vom SPD-Finanzpolitiker Florian Ritter. Er kritisiert die Haltung der Grünen: "Wir müssen Flächen sparen, Standortpolitik und Wohnungsbau in Einklang bringen."