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Bluttat an Halloween: Mordprozess beginnt in Passau | BR24

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Vor dem Landgericht Passau muss sich ein 26-Jähriger dafür verantworten, in der Halloween-Nacht mitten in Passaus Innenstadt einen 33-Jährigen erstochen zu haben. Täter und Opfer kannten sich aus ihrer Heimat, dem Iran.

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Bluttat an Halloween: Mordprozess beginnt in Passau

Ein 33-Jähriger war an Halloween 2019 in der Passauer Innenstadt mit einer schweren Stichverletzung gefunden worden. Er verblutete auf der Straße. Nun beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen 26-jährigen Täter.

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Vor dem Landgericht Passau muss sich jetzt ein 26-Jähriger dafür verantworten, in der Halloween-Nacht mitten in Passaus Innenstadt einen 33-Jährigen erstochen zu haben. Täter und Opfer kannten sich aus ihrer Heimat, dem Iran. Sie sollen schon dort seit Jahren einen heftigen Streit ausgetragen haben.

Vorwurf: Mord aus Heimtücke

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 26 Jahre alten Mann Mord aus Heimtücke vor. Die beiden Männer aus Teheran hatten offenbar schon in ihrer Heimat Probleme miteinander. Als sie sich in Passau zufällig wieder getroffen haben, soll der 26-Jährige den Entschluss gefasst haben, sich zu rächen und den 33-Jährigen zu töten. Die Männer verabredeten sich am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB).

Ohne Vorwarnung zugestochen

Laut Anklage soll der 26-Jährige ein Küchenmesser im Ärmel seiner Jacke versteckt haben und auf den 33-Jährigen zugerannt sein. Ohne Vorwarnung soll er seinem Gegenüber in die Brust gestochen haben. Überwachungskameras am ZOB haben die Tat aufgezeichnet. Durch das unvermittelte Zustechen sieht die Staatsanwaltschaft das Mordmerkmal der Heimtücke erfüllt.

Opfer schleppte sich schwerst verletzt durch Passau

Das Opfer schleppte sich noch schwerst verletzt durch die Stadt. Nach einem halben Kilometer brach es vor einer Pizzeria zusammen. Zwei Passanten fanden den Mann, ein Notarzt war schnell vor Ort. Dennoch verblutete der 33-Jährige auf der Straße.

Täter stellte sich der Polizei in Wiesbaden

Der mutmaßliche Täter stellte sich einen Tag danach bei der Polizei in Wiesbaden. Er gab an, bei der Tat alkoholisiert gewesen zu sein. Wie die Pressesprecherin des Landgerichts mitteilt, hat sich der Angeklagte "uneinheitlich zum Tatgeschehen eingelassen und einen Tötungsvorsatz bestritten."Es sind insgesamt 24 Zeugen und zwei Sachverständige geladen. Das Urteil soll am 10. August gesprochen werden.

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