Junior-Ranger Gruppe
Bildrechte: BR

Junior-Ranger im Naturpark Haßberge

Per Mail sharen
Artikel mit Video-InhaltenVideobeitrag

Blühwiese auf einem Vulkan: Junior-Ranger im Einsatz

Wildnis erkunden, Nistkästen bauen und Blühwiesen ansähen: Junior-Ranger engagieren sich für die Umwelt. Im Naturpark Haßberge in Unterfranken machen 20 Kinder mit. Sie sollen zu Botschafterinnen und Botschaftern für ihre Region werden.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau am .

Alle vier Wochen treffen sich zwei Junior-Ranger Gruppen im Naturpark Haßberge. Bei großen Projekten packen sie gemeinsam an. So wie auf dem Zeilberg, einem Vulkan aus Urzeiten. Nahe Maroldsweisach in Unterfranken säen die Kinder eine Wiese mit vielen Arten an, schaffen so auch Lebensraum für Wildbienen. Drei bis vier Stunden dauern die Arbeiten. Die Junior-Ranger kommen ins Schwitzen, lachen aber auch viel. Der Spaß ist ihnen schon von weitem anzusehen. "Kinder sollten viel öfter rausgehen, da erlebst Du was und hier kannst Du auch viel lernen," erklärt die siebenjährige Junior-Rangerin Loni.

Wissen kann Schmerzen lindern

Welche Wildkräuter kann ich essen? Wie vergeht der Schmerz, wenn ich eine Brennnessel angefasst habe? All das lernen die Junior-Ranger. "Dabei blicken wir nicht nur durch die Naturschutzbrille", meint Rangerin Katja Winter. Sie leitet mit anderen Kollegen die Gruppen. "Die Kinder sollen erfahren, dass Schutz und Nutzung im Naturpark zusammengehören, zudem können sie viel über ihre Heimat erfahren." Nach dem Ansäen auf dem Vulkan gibt es mit gesammeltem Löwenzahn und Schafgarbe selbstgemachte Kräuterbutter. Und die Kinder wissen auch: Spitzwegerich lindert den Schmerz nach Kontakt mit Brennnesseln.

Botschafter für die Natur

Junior-Ranger Gruppen gibt es bundesweit. Mitmachen können Kinder zwischen sechs und 14 Jahren. Für das Angebot müssen Eltern und Kinder nichts bezahlen. Dahinter steckt unter anderem der Verein Nationale Naturlandschaften. Dabei handelt es sich um die Dachmarke, unter der alle Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturparks zusammengeführt sind.

Das Ziel: Die Kinder geben ihr Wissen an Freunde und Eltern weiter. Das erlebt auch Rangerin Katja Winter immer wieder. So hätten einige Kinder daheim mit ihren Familien Hochbeete gebaut oder den Garten naturfreundlich umgestaltet. Auch überregional engagieren sich die Kinder. Im Juni werden die Junior-Ranger aus dem Naturpark Haßberge bei einem bundesweiten Treffen im Nationalpark Kellerwald-Edersee ihre Region präsentieren.

Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.

"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!