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Bildrechte: pa/dpa/Heiko Becker

Polizist bei der Geschwindigkeitsmessung (Symbolbild)

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    Blitzmarathon in Schwaben – Polizei will Unfälle verhindern

    In Bayern und ganz Europa geht die Polizei heute gegen Raser vor. Auch die beiden Polizeipräsidien in Schwaben beteiligen sich am "24-Stunden-Blitzmarathon". Dabei geht es den Beamten nicht um hohe Bußgelder, sondern darum, Unfälle zu vermeiden.

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    Von
    • Beate Mangold
    • Doris Bimmer
    • Susanne Kredo

    31 Menschen starben im letzten Jahr allein im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord bei Verkehrsunfällen – bei elf davon war die Ursache für den Unfall zu hohe Geschwindigkeit. Die Zahl ist damit im Vergleich zum Jahr 2019 mit 23 Verkehrstoten angestiegen. Grund genug für die Polizei, Raser auf ihre Verhalten aufmerksam zu machen.

    Über 100 Messstellen im Polizeipräsidium Schwaben Nord

    Zum bayernweiten "24-Stunden-Blitzmarathon" werden deshalb im Bereich des Präsidiums Schwaben Nord über 100 Messstellen aufgebaut. Allein 18 davon befinden sich in der Stadt Augsburg, etwa in der Pferseer Unterführung in der Nähe des Hauptbahnhofs. Dort gilt, anders als vor oder nach der Unterführung, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer. Diese wird von vielen nicht beachtet. Auch die B300 bei Aichach oder Diedorf gilt als Raserstrecke, genau wie die B10 im Landkreis Neu-Ulm.

    Zahl der Verkehrsunfälle ging wegen Corona zurück

    Auch im Polizeipräsidium Schwaben Süd/West kontrolliert die Polizei bis zum 22. April, 6 Uhr, vor allem an Unfallschwerpunkten. Im Gegensatz zum Präsidium Schwaben Nord ist im Süden des Regierungsbezirks die Zahl der Verkehrsunfälle 2020 zurückgegangen, von 30.345 im Vorjahr auf 25.443. Den Rückgang führen die Verkehrspolizisten auf die Corona-Pandemie und das dadurch stark reduzierte Verkehrsaufkommen zurück.

    Ursache für viele tödliche Unfälle ist zu hohe Geschwindigkeit

    Ursache für etwa ein Viertel aller Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten oder Getöteten ist laut Polizei allerdings überhöhte Geschwindigkeit. Im Bereich des Präsidiums Schwaben Süd/West starben 2020 41 Menschen bei 40 Unfällen. Bei neun der tödlichen Unfälle war mindestens einer der Unfallbeteiligten zu schnell unterwegs.

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