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Nürnberg-Langwasser: WBG lässt im Boden nach Bomben suchen | BR24

© dpa/pa, Julian Stähle

Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg nach den Entschärfung

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    Nürnberg-Langwasser: WBG lässt im Boden nach Bomben suchen

    Die WBG möchte in Nürnberg neben dem Langwasser-Bad ein neues Baugebiet erschließen. Dort soll eine neue Wohnsiedlung entstehen. Vorher werden aber Untersuchungen durchgeführt, ob auf dem Gebiet Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen.

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    Von
    • Claudia Grimmer

    Je mehr in den Stadtgebieten gebaut wird, um so öfter finden Bautrupps Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Um nicht auf solche Blindgänger zu treffen, werden ab Montag (27.07.20) Sondierungsarbeiten in Langwasser durchgeführt.

    Neubaugebiet soll in Langwasser entstehen

    Die Wohnungsbaugenossenschaft Nürnberg (WBG) errichtet im Baugebiet "Langwasser Z" neben dem Langwasser-Bad eine Wohnsiedlung mit 170 Wohneinheiten. Die Auswertung von Luftbildern ergab, dass im Zweiten Weltkrieg über diesem Gebiet Bomben abgeworfen wurden, so dass die Baufläche sondiert werden muss. Experten schätzen jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass diese Sondierung zu einem Blindgängerfund führt, als äußerst gering ein. Die Erkundungsarbeiten werden die ganze Woche andauern. Falls ein Blindgänger gefunden werden sollte, ist geplant, ihn am Sonntag, 9. August, zu entschärfen.

    Klinikum Nürnberg-Süd könnte betroffen sein

    Das Klinikum Nürnberg Süd liegt nur mehrere hundert Meter vom Baugebiet entfernt. Die Klinikleitung steht im Kontakt mit der wbg, der Feuerwehr, den Rettungsdiensten und der Kampfmittelbeseitigungsfirma. "Der Normalbetrieb ist gesichert, das gilt auch für Geburtshilfe, Notaufnahme und Intensivstationen. Es gibt zu keinem Zeitpunkt einen Aufnahmestopp, Patienten und Rettungsdienste können die Notaufnahme anfahren", betont Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung des Klinikums Nürnberg.

    Evakuierung des Klinikums Nürnberg-Süd nicht nötig

    Anders als beim Klinikum Fürth wurde im Fall der Fälle eine mögliche Evakuierung nicht erwogen. Ein Notfallplan sieht bei einer Entdeckung eines Blindgängers vor, rund 90 Patienten in andere Zimmer des Klinikums zu verlegen.

    Sollten erste Sondierungen den Verdacht auf einen Blindgänger erhärten, wird der Verdachtspunkt mit Übersee-Containern abgeschirmt. Damit ist das Klinikum gut geschützt. Schutzvorhänge aus Geotextilien sollen zudem die Fensterflächen abdecken. Sie werden in den nächsten Tagen angebracht.

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