Statue einer Justitia mit einer Waage.
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Das Landgericht Coburg hat am Mittwoch zwei junge Männer wegen schwerer Körperverletzung zu Haftstrafen verurteilt (Symbolbild).

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Bleibende Hirnschäden nach Attacke: Haftstrafen für zwei Männer

Nach einem körperlichen Angriff im September vergangenen Jahres leidet ein 56-Jähriger noch immer unter bleibenden Hirnschäden und ist erwerbsunfähig. Das Landgericht Coburg hat in dem Fall zwei junge Männer zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Das Landgericht Coburg hat am Mittwoch zwei junge Männer wegen schwerer Körperverletzung zu Haftstrafen verurteilt. So muss ein 22-Jähriger für zwei Jahre und neun Monate ins Gefängnis, ein 20-Jähriger für vier Jahre und neun Monate. Zudem ordnete das Gericht jeweils die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.

Nach Attacke auf Mann in Coburg: Verteidiger fordern Freispruch

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die beiden jungen Männer im September des vergangenen Jahres mit einem heute 56-Jährigen in der Coburger Innenstadt in Streit geraten waren und den Mann im Verlauf der Auseinandersetzung niederschlagen haben. Das Opfer prallte bei dem Sturz mit dem Kopf gegen einen Betonpoller und erlitt bleibende Hirnschäden. Der Mann leidet seit der Tat unter anderem an Sprachstörungen und ist erwerbsunfähig.

Bei dem 20-jährigen Verurteilten rechnete das Gericht auch einen anderen körperlichen Angriff aus dem Juli des vergangenen Jahres mit in die Gesamtstrafe ein. Bei ihm wandte die Kammer Jugendrecht an.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Das Gericht blieb mit den Urteilen unter den Forderungen der Staatsanwaltschaft. Diese hatte für den 22-Jährigen eine Strafe von drei Jahren und fünf Monaten und für den 20-Jährigen eine Strafe nach dem Jugendrecht von fünf Jahren und fünf Monaten gefordert. Die Verteidiger der beiden hatten jeweils auf Freispruch plädiert. Die beiden heute Verurteilten hatten im Prozess ausgeführt, drogen- beziehungsweise alkoholabhängig zu sein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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