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Der Mandichosee, hier ein Bild aus dem Jahr 2019, hatte schon vor zwei Jahren mit der gefährlichen Blaualgen-Art Tychonema zu kämpfen.

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    Blaualgen: Hund stirbt nach Bad im Mandichosee

    Nach einem Aufenthalt im Merchinger Mandichosee ist ein Hund gestorben. Ursache: Vermutlich eine Blaualgen-Vergiftung. Schon vor zwei Jahren war dort die für Kleinkinder und Hunde manchmal gefährliche Gattung "Tychonema" festgestellt worden. 

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    Von
    • Matthias Lauer

    Im Mandichosee in Landkreis Aichach-Friedberg wurde vor zwei Jahren die eher seltene Blaualgengattung "Tychonema" festgestellt. Seitdem stehen große Informationstafeln am See. Das Verschlucken einer größeren Menge an Blaualgen kann gefährlich sein, insbesondere für Hunde und Kleinkinder.   

    Wasserprobe bestätigt Blaualgen

    Am Mittwoch (21.07.21) erreichte das Gesundheitsamt die Meldung, dass ein Hund nach einem Aufenthalt am Mandichosee vermutlich an einer Vergiftung gestorben ist. Deshalb wurde noch am selben Tag Wasser entnommen und ins Labor gebracht. Das Labor bestätigte am Donnerstag (22.07.21), dass die Probe aus dem Mandichosee Blaualgen enthielt. Am Freitag stand fest, dass es sich wieder um Tychonema handelt. Trotzdem hat der Landkreis Aichach-Friedberg das allgemeine Badeverbot wieder aufgehoben, Kleinkinder und Hunde sollen sich jedoch weiterhin nicht am Uferbereich aufhalten, so der Landkreis.

    Was sind Blaualgen?

    "Blaualgen sind sogenannte Cyanobakterien, die sind überall im Wasser zu finden und bei normaler Konzentration völlig ungefährlich", sagt Horst Auer von der DLRG Bayern. Wenn sich die Bakterien allerdings stark vermehren, können sie die Wasserqualität einschränken.

    Durchfall, Erbrechen, Hautausschläge, Atemnot

    Einige Arten produzieren nämlich Stoffe, die bei Badenden Durchfall, Erbrechen oder Hautausschläge und im schlimmsten Fall sogar Atemnot auslösen können. Eine Gesundheitsgefahr besteht vor allem durch das Schlucken des Wassers – das gilt auch für Hunde. "Wenn Behörden hier ein Badeverbot aussprechen, sollte man das berücksichtigen", warnt Horst Auer von der DLRG. Zu einer starken Vermehrung von Blaualgen führt neben einem hohen Nährstoffgehalt im Wasser auch eine steigende Wassertemperatur.

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