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Bistum Würzburg verhängt dreijährigen Baustopp | BR24

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Im Bistum Würzburg tritt ein Baustopp in Kraft. Bis 2022 will die Diözese an ihren Einrichtungen nur noch dann eingreifen, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Grund für die Maßnahme: sinkende Einnahmen aus der Kirchensteuer.

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Bistum Würzburg verhängt dreijährigen Baustopp

Im Bistum Würzburg tritt ein Baustopp in Kraft. Bis 2022 will die Diözese an ihren Kirchen und Einrichtungen nur noch dann eingreifen, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht. Grund für die Maßnahme: die sinkenden Einnahmen aus der Kirchensteuer.

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Zum 1. August beginnt im Bistum Würzburg ein sogenanntes Bau-Moratorium für die kommenden drei Jahre. In dieser Zeit will die Diözese nur noch dann Baumaßnahmen an ihren Kirchen und Einrichtungen genehmigen, sofern Gefahr für Leib und Leben besteht. Bereits begonnene Arbeiten will das Bistum allerdings fertigstellen. Wie die Diözese mitteilt, hängt der Baustopp vor allem mit sinkenden Einnahmen aus der Kirchensteuer zusammen.

Diözese rechnet mit Einsparungen von sechs Millionen Euro

Demnach erwartet das Bistum einen Rückgang der Kirchensteuer in den kommenden Jahren. Von dem Finanzierungsstopp betroffen sind vor allem Pfarrhäuser, Pfarrheime und Kirchen. Das Bistum will in den kommenden drei Jahren alle Immobilien der Diözese und der Kirchenstiftungen erfassen und Kategorien zuordnen. "Dabei soll entschieden werden, welche Immobilien saniert, welche instandgehalten und welche mittelfristig veräußert werden sollen", sagt Generalvikar Thomas Keßler. Aktuell plant das Bistum auch seine Pfarrgemeinden neu zu strukturieren.

Für alle dringend notwendigen Baumaßnahmen gilt im Zuge des Baumoratoriums zudem eine Kostenobergrenze von 15.000 Euro. Lediglich bei Baumaßnahmen, die zum Beispiel wegen behördlichen Auflagen notwendig sind, will das Bistum von der Kostengrenze absehen.

Die Diözese rechnet damit, ihren Bauhaushalt um rund sechs Millionen Euro senken zu können. Aktuell sind für bereits genehmigte und begonnene Projekte bis 2022 rund 65,6 Millionen Euro im Bauhaushalt eingeplant. Die Zeit des Moratoriums will das Bistum auch dazu nutzen interne Prozesse und Abläufe im Bau- und Immobilienbereich neu zu strukturieren.