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Der bereits gestorbene Priester Norbert Weber hat wohl über Jahrzehnte Kinder und Jugendliche missbraucht. Auch in Karlstadt war er als Kaplan in den 1960er Jahren tätig. Das Bistum Würzburg ruft nun mögliche Opfer dazu auf, sich zu melden.

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Bistum Würzburg sucht Betroffene in Missbrauchs-Fall

Der bereits gestorbene Priester Norbert Weber hat wohl über Jahrzehnte Kinder und Jugendliche missbraucht. Auch in Karlstadt war er als Kaplan in den 1960er Jahren tätig. Das Bistum Würzburg ruft nun mögliche Opfer dazu auf, sich zu melden.

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Das Bistum Würzburg hat sich einem Aufruf der Diözese Passau angeschlossen, wonach sich mögliche Missbrauchsopfer des Kapuzinerpaters Norbert Weber melden sollen. Der Priester Norbert Weber ist im Jahr 2000 gestorben. Er war von 1965 bis 1968 in der Pfarrei "Zur Heiligen Familie" in Karlstadt tätig. Das teilte das Bistum Würzburg am Donnerstag mit. Am Dienstag hatten die Diözese Passau und der Kapuziner-Orden den Namen des Paters öffentlich gemacht. Der frühere Passauer Kirchenmusikdirektor soll über fast vier Jahrzehnte Kinder und Jugendliche missbraucht haben.

In Franken als Kaplan tätig

Weber war von 1961 bis kurz vor seinem Tod im Jahr 2000 in der Wallfahrtsseelsorge auf dem Passauer Mariahilfberg tätig, unterbrochen durch die Kaplanszeit in Franken. Den Hinweisen zufolge hat er die ihm vorgeworfenen Straftaten seit den 1960er Jahren bis in die späten 1990er Jahre verübt. Laut dem Bistum Passau und den Kapuzinern war der Ordensmann auch mit der Ministrantenarbeit beauftragt. 1968 wurde er zusätzlich als Referent für Kirchenmusik vom Bistum Passau angestellt, 1974 zum Kirchenmusikdirektor befördert. In dieser Eigenschaft unterrichtete er Kinder und Jugendliche.

Orden von weitere Betroffene überzeugt

Die Diözese Passau und der Orden haben nach eigener Darstellung bisher Kenntnis von drei Missbrauchsfällen, gehen aber von weiteren Fällen aus. Ein Betroffener habe sich 2010 beim diözesanen Missbrauchsbeauftragten gemeldet, die Kapuziner hätten ihm damals eine Anerkennungsleistung bezahlt. Ein weiterer Betroffener sei 2019 beim damaligen Generalvikar Klaus Metzl vorstellig geworden, ein Dritter habe sich vor kurzem schriftlich an die Kapuziner gewandt. In den nachfolgenden Gesprächen sei deutlich geworden, dass es eine Reihe weiterer Betroffener gebe. Davon seien die Verantwortlichen im Bistum und im Orden überzeugt, hieß es weiter.

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