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Bistum Würzburg: neue Struktur, neue Studie, neues Defizit | BR24

© dpa / picture alliance

Der Würzburger Bischof Franz Jung kündigte eine neue Missbrauchsstudie an und bereitete den Diözesanrat auf weitere Einnahmen vor.

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    Bistum Würzburg: neue Struktur, neue Studie, neues Defizit

    Aus rund 600 Pfarrgemeinden im Bistum Würzburg werden etwa 40 große pastorale Räume. Der Diözesanrat hat die Strukturreform im Bistum gebilligt. Bischof Jung kündigte dem Laiengremium zudem eine neue Missbrauchsstudie an und weniger Einnahmen.

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    Die Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken hat am Wochenende die Strukturreform im Bistum Würzburg gebilligt.

    Keine Großpfarreien geplant

    Demnach werden die rund 600 Pfarrgemeinden zu etwa 40 pastoralen Räumen umstrukturiert. Die neuen pastoralen Räume sollen am kommenden Samstag offiziell von Bischof Franz Jung errichtet werden. Großpfarreien solle es nicht geben. Der Strukturreform vorausgegangen war ein mehrere Jahre andauernder Prozess in der Diözese Würzburg.

    Kirchensteuer: Sieben Millionen Euro weniger

    Vor dem obersten Laiengremium kündigte Bischof Franz Jung weitere finanzielle Einbußen an. Demnach rechne das Bistum angesichts der Corona-Krise mit etwa sieben Millionen Euro weniger Einnahmen im laufenden Jahr. Auch für 2021 sehe die Tendenz nicht besser aus, betonte Bischof Jung bei der Vollversammlung des Würzburger Diözesanrats. Er betonte aber, dass das Bistum in der Krise nach wie vor als "sehr präsent" wahrgenommen werde, sowohl durch karitative Anstrengungen als auch durch die Liturgie, etwa in Form von Livestreams.

    Weitere Missbrauchsstudie angekündigt

    Zudem kündigte der Würzburger Bischof eine weitere Missbrauchsstudie an. Unter Mitarbeit der Universität Würzburg und Betroffener soll geklärt werden, wie Verantwortliche in der Kirche mit Missbrauchsfällen umgegangen sind. Das wissenschaftliche Projekt ist auf fünf Jahre angelegt.

    Bischof sieht keine Chance für Mahlgemeinschaft

    Mit Blick auf den 2021 geplanten ökumenischen Kirchentag erteilte Bischof Jung der sogenannten Mahlgemeinschaft eine Absage. Für eine Einladung von Seiten der katholischen Kirche sehe er derzeit "keine Chance": "Kirchengemeinschaft geht der Mahlgemeinschaft voraus", erklärte der Bischof gegenüber den Laien. In der Ökumente gelte es, auf das Mögliche zu schauen, statt auf das, was nicht möglich sei. Während die reformatorischen Kirchen auch andere getaufte Christen zum Abendmahl einladen, sind bei der Heiligen Kommunion nur Katholiken zugelassen. Nach katholischer Lehre ist ihnen die Teilnahme an protestantischen Abendmahlfeiern untersagt.

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