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Das Bistum Würzburg gibt die Förderung von vier Einrichtungen auf

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    Bistum Würzburg gibt Förderung von vier Einrichtungen auf

    Die Bistums-Verantwortlichen haben über die finanzielle Situation der Diözese Würzburg informiert. Dass Sparmaßnahmen nötig sind, war bereits zuvor klar. Davon betroffen sind unter anderem vier Einrichtungen, die das Bistum nicht mehr fördert.

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    Von
    • Carolin Hasenauer

    Dass im Bistum Würzburg Sparmaßnahmen anstehen, war kein Geheimnis. Bei der Vollversammlung des Diözesanrats der Katholiken Ende November hatte sich das noch einmal bestätigt. Bisher blieb die genaue Einspar-Strategie offen. Doch bei einer Pressekonferenz sind die Bistums-Verantwortlichen nun konkreter geworden.

    Bistum Würzburg gibt Trägerschaft von vier Einrichtungen ab

    Generalvikar Jürgen Vorndran hat erklärt, dass die Diözese Würzburg für vier ihrer insgesamt zehn Bildungs- und Tagungshäuser die Trägerschaft abgeben wird. Konkret betroffen sind das Tagungshaus Schmerlenbach im Landkreis Aschaffenburg, die Benediktushöhe in Retzbach, das Bildungshaus St. Michael in Bad Königshofen und die Thüringer Hütte im Landkreis Rhön-Grabfeld. "Jede einzelne Entscheidung für eine Abgabe der Trägerschaft schmerzt sehr", so Vorndran. Gründe seien vor allem seelsorgliche, geografische und wirtschaftliche gewesen.

    Bis zu 15 Millionen Euro weniger Kirchensteuereinnahmen

    Der Jahresfehlbetrag des Jahres 2019 beträgt 40,7 Millionen Euro. Für das Haushaltsjahr 2020 rechnet Finanzdirektor Sven Kunkel vor allem aufgrund der Corona-Pandemie mit einem Rückgang der Kirchensteuereinnahmen von zehn bis 15 Millionen Euro. Deshalb sollen im Haushaltsjahr 2021 die Ausgaben um etwa 26 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden, sodass mit einem Fehlbetrag von elf Millionen Euro gerechnet wird.

    Geringere Einnahmen seien langfristige Entwicklung

    "Der Unterhalt der Häuser ist nicht gleichbedeutend mit der Bildungsarbeit", betonte Bischof Franz Jung. Der Blick auf die Zahlen mache deutlich, dass die geringeren Einnahmen kein aktueller Trend seien, sondern eine langfristige Entwicklung abbilden. "Wir müssen geistlicher werden, müssen neue Schnittstellen schaffen für die Glaubensverkündigung und mehr sozialraumorientiert arbeiten", appelliert Bischof Franz Jung.

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