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Bistum schließt "Museum christliche Frühzeit" in Karlburg | BR24

© Markus Hauck (POW)

Das 2017 eröffnete Museum befand sich im Eingangsbereich der Pfarrkirche Sankt Johannes der Täufer in Karlburg

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    Bistum schließt "Museum christliche Frühzeit" in Karlburg

    Das Bistum Würzburg schließt das "Museum christliche Frühzeit" in Karlburg im Landkreis Main-Spessart. Wie das Bistum heute bekanntgab, sind Wasserschäden und geringes Besucherinteresse der Grund dafür.

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    Jürgen Emmert, kommissarischer Kunstreferent der Diözese Würzburg, erklärte zu der Entscheidung, Karlburg besitze keinerlei touristische Infrastruktur. Besuchermagnet sei die gegenüberliegende Stadt Karlstadt. Das Museum habe im Eröffnungsjahr 2017 nur 359 zahlende Besucher gezählt. Um das Museum "zu einem lebendigen Ort" zu machen, wären große Anstrengungen nötig, erklärte Emmert weiter. Dazu gebe es aber weder die finanziellen noch die personellen Mittel. Mit der Schließung mache die Diözese auch den Weg frei, die Geschichte Karlburgs im Stadtmuseum in Karlstadt, das derzeit entsteht, angemessen zu präsentieren", betonte er.

    Im April 2017 eröffnet, im Winter wieder geschlossen

    Das "Museum christliche Frühzeit" in Karlburg wurde zum April 2017 in zwei neu geschaffenen Räumen in der Pfarrkirche eröffnet. Es sollte von April bis Oktober, jeweils an Samstagen und Sonntagen von 14 bis 17 Uhr, für Besucher geöffnet sein. Im Winter 2017 zeigten sich Schäden durch eindringende Feuchtigkeit. Bis zur Behebung der Schäden entschied sich das Kunstreferat, das Museum geschlossen zu halten. Nach einem erneuten Wassereinbruch im Juni 2018 wurden dann sämtliche Exponate ausgeräumt und in Sicherheit gebracht.

    Das "Museum christliche Frühzeit" ist neben dem Museum Kartause Astheim, dem Kartäusermuseum Tückelhausen, dem Würzburger Domschatz und dem Museum am Dom eines von insgesamt fünf Museen in Trägerschaft der Diözese Würzburg.

    © Markus Hauck (POW)

    Blickfang des Museums in Karlburg war die Rekonstruktion zweier Reihengräber aus Kleinlangheim, etwa aus der Zeit um 600