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Bisherige Anlagen mies: Nürnberg schafft neuen Wohnmobilplatz | BR24

© Florian Schuh, picture alliance / dpa

In Nürnberg soll ein neuer Übernachtungsplatz für Urlauber mit dem Wohnmobil entstehen (Symbolfoto). Die derzeitigen Anlagen sind marode.

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    Bisherige Anlagen mies: Nürnberg schafft neuen Wohnmobilplatz

    Der Urlaub mit dem Wohnmobil boomt. Doch mit den bestehenden städtischen Übernachtungsplätzen kann Nürnberg nicht punkten. Sie schrecken Touristen eher ab, als Lust auf die Stadt zu machen. Deshalb soll ein neuer Wohnmobilplatz entstehen.

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    Die städtischen Reisemobil-Übernachtungsplätze in Nürnberg sind in einem schlechten Zustand. Sie sind vermüllt, entsprechen nicht den aktuellen Standards und werden häufig von Dauernutzern belegt. Das geht aus der Antwort der Stadt Nürnberg auf eine Anfrage der SPD-Rathausfraktion hervor. Schon vor sechs Jahren hatte SPD-Stadtrat Lorenz Gradl einen Bericht angemahnt. "Dass ich jetzt endlich eine Antwort bekommen, freut mich. Denn die Situation auf den Stellplätzen wird ja nicht besser", sagt er dem BR.

    Künftig Platz für 50 bis 80 Wohnmobile

    Die Stadtverwaltung schlägt vor, dass die drei bestehenden Plätze geschlossen werden. Sie sollen durch einen neuen, größeren Wohnmobilplatz ersetzt werden. Gerade die Corona-Krise habe gezeigt, dass der Urlaub im eigenen Land mit dem Wohnmobil boome. Das städtische Wirtschaftsreferat schlägt vor, dass auf dem neuen Standplatz künftig 50 bis 80 Wohnmobile Platz finden sollen.

    Platzverweise hatten keine Wirkung

    Derzeit können auf den drei Übernachtungsplätzen, die in den 1990er Jahren eingerichtet wurden, insgesamt 24 Reisemobile stehen. Die Plätze befinden sich am Volkspark Marienberg, am Nordufer des Wöhrder Sees und am Volkspark Dutzendteich. Immer wieder haben sich Reisemobilisten und Anwohner bei der Stadt beschwert, dass diese Plätze verschmutzt sind. Ein Umstand, der nicht abgestellt werden konnte, obwohl die Abfalltonnen häufiger geleert wurden, heißt es in der Vorlage. Zudem würden Touristen abgeschreckt, weil die Plätze entgegen der Satzung wochenlang als Wohn- und Schlafstätten genutzt werden. Auch Platzverweise der Polizei und Bußgelder hätten keinen Erfolg gebracht.

    Grundstücksverhandlungen laufen noch

    Es ist geplant, dass der neue Standplatz von einem privaten Betreiber bewirtschaftet wird. Damit solle sichergestellt werden, dass Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung gewährleistet seien, so das Wirtschaftsreferat. Außerdem sind gebührenpflichtige Sanitäranlagen und Stromanschlüsse sowie die Möglichkeit der Abwasserentsorgung vorgesehen. Im Süden der Stadt hat das Liegenschaftsamt bereits eine entsprechende Fläche gefunden. Ob sich dort der neue Reisemobilstandplatz realisieren lasse, hänge von den derzeit laufenden Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer ab, heißt es

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