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Bisher nur 16 Grippefälle in Bayern registriert | BR24

© BR/Johanna Schlüter

Eine Person liegt krank im Bett, im Vordergrund Medizin.

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    Bisher nur 16 Grippefälle in Bayern registriert

    Von einer Grippe-Welle ist Bayern bislang weit entfernt. Seit Anfang Oktober registrierte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) 16 Influenza-Fälle, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

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    Bisher hat es in Bayern nur 16 registrierte Influenza-Fälle gegeben. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum 186 Fälle. Ihre Spitze erreichen die Infektionszahlen stets im Februar oder März.

    Seit dem Jahreswechsel 2018/2019 werden dabei auch Patienten mitgezählt, die kein eindeutiges Krankheitsbild haben, wenn bei ihnen die Influenza im Labor nachgewiesen wurde. Zu den Gründen für die sehr niedrigen Fallzahlen äußerte sich das LGL nicht.

    Bayern hat Hunderttausende Grippe-Impfdosen zurückgehalten

    Ärger gab es indes um die Verfügbarkeit des Grippe-Impfstoffes. Die bayerische Staatsregierung soll trotz lange bekannter Versorgungsengpässe über eine halbe Million Grippe-Impfstoffdosen zurückgehalten haben. Diese sollen erst in den kommenden Wochen an Ärzte und ihre Patienten gehen.

    Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) bestätigte entsprechende Recherchen der "Augsburger Allgemeinen".

    Grippe-Impfung: Reserve umfasst 550.000 Dosen

    "Es handelt sich unseres Wissens nach um rund 550.000 Dosen der sogenannten Bayern-Reserve, die der Freistaat Bayern erworben hatte", sagte der bayerische KVB-Vorstandschef Wolfgang Krombholz der Zeitung. Die Kassenärztliche Vereinigung habe die Freigabe bereits Ende Oktober gefordert. "Insofern begrüßen wir es, dass dies nun erfolgen soll."

    Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) bestätigte im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk, dass der Freistaatden zusätzlichen Impfstoff besorgt habe. Dabei verteidigte sie auch das Vorgehen, die zusätzlichen Dosen als Reserve aufzubewahren.

    Opposition übt harsche Kritik

    Scharfe Kritik am Vorgehen des Gesundheitsministeriums kam von der Opposition. SPD-Gesundheitsexpertin Ruth Waldmann nannte das Vorgehen gegenüber der "Augsburger Allgemeinen" "unverständlich". Der Kemptener FDP-Abgeordnete Dominik Spitzer, selbst praktizierender Arzt, erklärte laut dem Bericht: "Das ist schon ein Hammer. Wir mussten unsere Patienten drei Wochen lang vertrösten." Die Grünen sprachen von einem "unhaltbarem Zustand".

    Nach Informationen der "Augsburger Allgemeinen" befinden sich die Impfdosen seit Sommer im Besitz des Freistaats und wurden bereits im Frühjahr geordert. Anfang Oktober hatte das Gesundheitsministerium selbst mitgeteilt, man habe 550.000 zusätzliche Impfdosen gekauft.

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