Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Bischof Voderholzer distanziert sich von Protest gegen den Papst | BR24

© Bistum Regensburg

Bischof Rudolf Voderholzer distanziert sich vom Protest gegen den Papst.

6
Per Mail sharen
Teilen

    Bischof Voderholzer distanziert sich von Protest gegen den Papst

    Der Regensburger Bischof Voderholzer hat sich von einer Protestaktion gegen Papst Franziskus distanziert. Im Internet werfen rund 100 Unterzeichner dem Papst vor, bei der Amazonas-Synode einer heidnischen Gottheit gehuldigt zu haben.

    6
    Per Mail sharen
    Teilen

    Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer hat sich von einer Protestaktion konservativer Katholiken gegen Papst Franziskus distanziert. Im Internet rufen derzeit rund 100 Unterzeichner den Papst zu öffentlicher Buße wegen angeblichen Götzendienstes auf. Auch Gloria von Thurn und Taxis hat unterzeichnet.

    Das Kirchenoberhaupt habe bei der Amazonas-Synode die heidnische Göttin "Pachamama" angebetet und damit die Kirche des Apostels Petrus entweiht, so der Vorwurf. In dem Brief mit 100 Unterzeichnern werden Bischöfe weltweit zu einer "brüderlichen Zurechtweisung" des Papstes aufgerufen. Als Gewährsleute führt die Gruppe neben den deutschen Kardinälen Walter Brandmüller und Gerhard Ludwig Müller auch den Regensburger Bischof Voderholzer an - doch der möchte mit der Aktion nichts zu tun haben.

    Voderholzer distanziert sich von Vorwürfen

    In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme wies Voderholzer "diesen Bezug und die mit ihm verknüpften Vorwürfe gegen Papst Franziskus entschieden zurück".

    Außerdem erläuterte Voderholzer Aussagen, die er Ende Oktober bei einer Predigt getätigt hatte. Darin ging es auch um eine von der Amazonas-Synode aufgeworfene Frage, nämlich, wie Christen mit vor- oder nicht-christlichen Kulturen und Traditionen umgehen sollten. In Christus seien alle Religionen aufgehoben.

    Bischof kritisiert "Internetaktion"

    Mit seiner Predigt habe er sich "an dem Ringen um den richtigen Weg der Kirche" beteiligt, sagte Voderholzer. Vorwürfe, Anschuldigungen oder gar Verurteilungen des Heiligen Vaters mit Internetaktionen gingen an der Sache vorbei und seien deshalb auch nicht sein Weg.

    Amazonas-Synode war Auslöser der Protest-Aktion

    Auslöser der Aktion ist die Amazonas-Synode im Oktober. Zum Auftakt fand dort ein Gebet für die Schöpfung mit indigenen Riten in den vatikanischen Gärten statt. Symbole indigener Traditionen waren auch während der Synode und ihrer Gottesdienste zu sehen.