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Albert Schmid

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    Bischof Oster bekommt Kritik aus den eigenen Reihen

    Eine kirchliche Segensfeier anstelle einer sakramentalen Trauung ist für den Vorsitzenden des Landeskomitees der Katholiken, Albert Schmid, keine Lösung. "Das Sakrament ist nicht ersetzbar", kritisierte er den Vorschlag von Passaus Bischof Oster.

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    Stefan Oster hatte vergangene Woche einfache Segensfeiern für kirchlich weniger gefestigte Heiratswillige angeregt. Der 70-jährige Schmid sagte der "Passauer Neuen Presse", er setzte auf Information, auch über die Rolle des Glaubens an Gott in einer Ehe. Es sei sinnvoll, "eine klare Beschreibung dessen zu geben, was auf einen zukommt, was die Bedeutung des Ehesakramentes ist, nämlich dass es in der Ehe auch um einen dritten Partner neben den beiden Ehepartnern geht, der die Ehe durchhalten lässt", erklärte Schmid.

    "Deshalb halte ich nichts von einem minimalen Segnungsvorgang." Albert Schmid, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken

    Vorstufe für Trauung einführen

    Oster hatte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur Mitte März erklärt, vielen Brautpaaren sei nicht klar, was eine sakramentale Trauung bedeute. Er kann sich deshalb eine Segensfeier vorstellen, sozusagen als Vorstufe. "Und wenn sich die Beziehung zwei, drei Jahre christlich vertieft hat, dann kommt Ihr nochmals", sagte Oster.

    Schmid ist seit 2009 Vorsitzender des Laiengremiums der katholischen Kirche in Bayern. Am Freitag und Samstag soll in Eichstätt bei der Frühjahrsvollversammlung über seine Nachfolge entschieden werden.