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Bischof Franz Jung fordert in Neujahrsansprache mehr Geduld | BR24

© Claudia Lother

Neujahrsempfang der Stadt Würzburg

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    Bischof Franz Jung fordert in Neujahrsansprache mehr Geduld

    Beim Neujahrsempfang der Stadt Würzburg hat Bischof Franz Jung in seiner Ansprache an die Geduld der Menschen appelliert. Oberbürgermeister Christian Schuchardt sprach unter anderem über die Themen Wohnen und Verkehr.

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    Der Ratssaal war gut gefüllt beim Neujahrsempfang der Stadt Würzburg, zu dem Oberbürgermeister Christian Schuchardt eingeladen hatte. Gastredner war der Würzburger Bischof Franz Jung. "Wir brauchen Zeit, um noch mehr Überzeugungsarbeit zu leisten und das Bewusstsein für die Herausforderungen zu schärfen", so Jung. Im Zeitalter des Zorns mit wütenden Schülerprotesten gegen den Klimawandel, Demonstrationen von Wutbürgern und Aktionen der Bewegung "Maria 2.0" müsse man sich der wachsenden Ungeduld entgegenstellen. Dabei ging es aber nicht darum, so Jung, Problemlösungen auszusitzen oder auf die lange Bank zu schieben.

    Spannungen abbauen, geduldig sein

    "Auch wenn der Affekt des Zorns berechtigter Ausdruck der Empörung über das Unrecht ist, hilft er auf Dauer nicht weiter", so Jung in seiner Neujahrsansprache. Auch die apokalyptische Zweiteilung der Welt in Gut und Böse helfe nicht weiter. "Wir brauchen Zeit, um einander zuzuhören und ernst zu nehmen, jenseits der politischen Lager und Interessen. Dabei gilt es auch, bestehende Spannungen wahrzunehmen und auszuhalten, ohne sofort den anderen mundtot zu machen", sagte Bischof Franz Jung.

    Oberbürgermeister Schuchardt lobt den Wohnungsbau

    Oberbürgermeister Schuchardt (CDU) gestaltete seine Rede als "Stadtrundfahrt" über Stationen, die das Jahr 2019 in Würzburg geprägt haben. So führte die Rundfahrt über das Hubland, wo Schuchardt neben dem ehemaligen Ladesgartenschaugelände den Wohnungsbau lobte.

    Beim Thema Verkehr freute sich Schuchardt über den Ausbau des ÖPNV und die geplante Linie 6. Ihm sei es wichtig, Alternativen zum Autoverkehr zu schaffen. Deshalb seien die Ausgaben für den Radverkehr vervielfacht worden. Um die Reibungen zwischen Auto-, Fahrradverkehr und Fußgängern noch zu minimieren, sei eine Radbrücke zwischen der Alten Mainbrücke und Löwenbrücke geplant, so Schuchardt.