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Bis zu 1.000 Kubikmeter Gülle in die Große Laaber gelaufen | BR24

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Am Mittwoch sind bis zu 1.000 Kubikmeter Gülle in einem Zulauf der Großen Laaber gelandet und haben den Nebenfluss der Donau erheblich verschmutzt. Jetzt wurden die ersten toten Fische entdeckt. Die Gülle stammt aus einer Biogasanlage in Eggersdorf.

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Bis zu 1.000 Kubikmeter Gülle in die Große Laaber gelaufen

Am Mittwoch sind bis zu 1.000 Kubikmeter Gülle in einem Zulauf der Großen Laaber gelandet und haben den Nebenfluss der Donau erheblich verschmutzt. Jetzt wurden die ersten toten Fische entdeckt. Die Gülle stammt aus einer Biogasanlage in Eggersdorf.

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Bis zu 1.000 Kubikmeter Gülle sind bei Eggersdorf (Lkr. Landshut) in die Große Laaber, einen Nebenfluss der Donau geflossen. Genau könne man die Zahl nicht schätzen. Auf jeden Fall handele es sich um mindestens einige hundert Kubikmeter und damit um eine "enorme Umweltschädigung", so ein Polizeisprecher.

Großer Umweltschaden

Mittlerweile wurden die ersten toten Fische bei Pfeffenhausen entdeckt. Dort ist die Laaber etwa vier bis fünf Meter breit. Erst die Spätfolgen würden zeigen, welchen Schaden die Gülle in dem Fluss angerichtet hat.

Unfall in einer Biogasanlage

Die Gülle stammt von einer Biogasanlage in Eggersdorf. Über ein Entnahmeventil sei die braune Brühe am Mittwochmorgen in der Großen Laaber gelandet. Der Grund für den Unfall ist noch unklar, so die Polizei. Es wird ermittelt.

Fluss wurde aufgestaut und abgepumpt

Um noch größeren Schaden zu verhindern, hatten die Einsatzkräfte am Mittwoch die Große Laaber flussabwärts bis Pfeffenhausen aufgestaut. Anliegende Landwirte haben der Feuerwehr geholfen, das braune Wasser mit Güllefässern abzupumpen und abzutransportieren. Auch Fachleute vom Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt Landshut waren vor Ort.

Die Große Laaber ist etwa 88 Kilometer lang. Sie entspringt im Landkreis Kelheim, passiert den Landkreis Landshut in Pfeffenhausen und Rottenburg, fließt dann nach Norden, wieder in den Landkreis Kelheim zurück. Im Landkreis Straubing-Bogen mündet sie an der Staustufe Straubing/Kagers in die Donau ein.

SPD fordert Aufklärung von Staatsregierung

Nach dem Gülleunfall fordert die SPD jetzt Aufklärung von der Staatsregierung. Die niederbayerische SPD-Abgeordnete Ruth Müller wolle Antworten von der Regierung auf folgende Fragen: Wie konnte so etwas passieren? Wann wurde die Biogasanlage das letzte Mal kontrolliert? Ist das Landratsamt seiner Überprüfungspflicht nachgekommen?

Die Abgeordnete weist in ihrer Mitteilung darauf hin, dass die Biogasanlage in Eggersdorf offenbar keine ausreichenden Schutzvorrichtungen besitze. Um die Gewässer in Zukunft vor solchen Unfällen zu schützen, fordert Müller verpflichtende Umwallungen bei Biogasanlagen.

"Noch ist der gesamte Schaden nicht abzusehen, aber der Unfall könnte sich als eine ökologische Katastrophe für die Große Laaber erweisen - die ersten toten Fische wurden mit dem Nebenarm der Donau bereits in meiner Heimatgemeinde Pfeffenhausen angeschwemmt." Ruth Müller
© FFW Pfeffenhausen

Durch die Gülle verfärbte sich das Wasser braun, die ersten toten Fische wurden angetrieben.

© FFW Pfeffenhausen

Um noch größeren Schaden zu verhindern, hatten die Einsatzkräfte am Mittwoch die Große Laaber flussabwärts bis Pfeffenhausen aufgestaut.

© FFW Pfeffenhausen

Anliegende Landwirte haben der Feuerwehr geholfen, das braune Wasser mit Güllefässern abzupumpen und abzutransportieren.

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Autoren
  • Kathrin Unverdorben
  • Sarah Beham
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