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Bis 2046 genehmigt – Depot bleibt wohl länger bestehen | BR24

© BR/Julia Kuhles

Kernkraftwerk Grafenrheinfeld

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    Bis 2046 genehmigt – Depot bleibt wohl länger bestehen

    Das Atommüllzwischenlager am Kernkraftwerk Grafenrheinfeld muss wohl weit über den Genehmigungszeitraum hinaus bestehen bleiben. Die Endlagerkommission rechnet nicht vor 2058 mit einer Einigung auf einen Endlager-Standort. Die Genehmigung endet 2046.

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    Dem vorgelegten Bericht zufolge ist davon auszugehen, dass nach einem von der Endlagerkommission entworfenen Szenario frühestens 2058 eine Entscheidung für einen Endlagerstandort fallen kann. Wenn die zuletzt genutzten Brennelemente, die im Augenblick noch im Nasslager des Reaktors abkühlen, bis 2020 in Castoren verpackt und ins benachbarte Atommüllzwischenlager gebracht sind, werden dann 55 Castorstellplätze belegt sein. Das Atommüllzwischenlager ist für 88 Castorstellplätze ausgelegt.

    Grafenrheinfeld wird keinen fremden Atommüll aufnehmen

    Werkleiter Reinhold Scheuring sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass diese Castorstellplätze nicht mit Atommüll von anderen Kernkraftwerken belegt werden dürften. Dies sei mit der Genehmigung ausgeschlossen. Es dürfte nur Atommüll aus dem Kernkraftwerk Grafenrheinfeld im benachbarten Atommüllzwischenlager gelagert werden.

    Knackpunkt Flugzeugabsturz

    Atomkraftgegner, der Bund Naturschutz und eine Reihe von benachbarten Gemeinden kritisieren, dass das Atommüllzwischenlager nicht explizit gegeneinen Flugzeugabsturz oder einen Terrorangriff geschützt ist. Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld ist vor gut einem Jahr nach 33 Betriebsjahren endgültig abgeschaltet worden. Im Augenblick läuft ein Einspruchsverfahren für das Stilllegungs- und Rückbauverfahren.