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Biolebensmittel: Mehr als 10.000 Biobauernhöfe im Freistaat | BR24

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Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat am Mittwochvormittag den zehntausendsten Biobetrieb vorgestellt: Es handelt sich um den Demeter-Hof von Thomas und Monika Schrobenhauser in Surberg im Landkreis Traunstein.

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Biolebensmittel: Mehr als 10.000 Biobauernhöfe im Freistaat

Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU) hat jetzt den zehntausendsten Biobetrieb vorgestellt: Es handelt sich um den Demeter-Hof von Thomas und Monika Schrobenhauser in Surberg im Landkreis Traunstein.

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Thomas und Monika Schrobenhauser halten in Surberg im Landkreis Traunstein in einem neugebauten, offenen Stall rund 40 Milchkühe, deren Biomilch an die Milchwerke Berchtesgaden in Piding geliefert wird. Anfang 2016 hat sich das Ehepaar entschieden, den Betrieb auf Bio und auf Demeter umzustellen.

Lob für Vorzeigebetrieb

Landwirtschaftsminsterin Michaela Kaniber lobte bei der Vorstellung den Vorzeigebetrieb: "Ich war viel auf Höfen unterwegs, aber dieser hat alles übertroffen. Dieser Bauernhof ist ein Mutmacher. Wir wollen, dass andere Betriebe sich hineindenken und vielleicht den Anstoß gewinnen, auch umzustellen. 31 Prozent der deutschen Ökolandwirte seien in Bayern beheimatet, so die Ministerin.

Elf Prozent der Fläche werden ökologisch bewirtschaftet

Die Ökolandwirtschaft in Bayern wächst stetig. Inzwischen werden rund elf Prozent der landwirtschaftlichen Flächen nach ökologischen Vorgaben bewirtschaftet. Der Freistaat ist damit in Deutschland Spitzenreiter, was die Erzeugung von Bio-Lebensmitteln angeht. Egal ob Milch, Getreide, Fleisch, Obst oder Gemüse, immer mehr Verbraucher sind bereit, für Ökoprodukte etwas mehr Geld auszugeben.

Ziel: Ein Drittel Öko-Flächen

Bis zum Jahr 2030 sollen nach dem jüngst beschlossenen Gesetzespaket zum Artenschutz nicht nur mehr elf, sondern dann 30 Prozent der bayerischen Agrarflächen ökologisch bewirtschaftet werden. Ministerin Kaniber sagte bei der Vorstellung des zehntausendsten Biohofs in Surberg, das sei zwar ein ambitioniertes Ziel. Sie sei jedoch der absoluten Überzeugung, dass es mit einer ordentlichen Betreuung der Landwirte geschafft werden könne.

Neue Markt-Strukturen nötig

Die Bayerische Landwirtschaftsministerin regte an, Strukturen zu schaffen, damit eine Zusammenarbeit zwischen Ökolandwirten stattfindet, aber auch mit konventionellen, die vielleicht dann mitmachen oder sogar umstellen. Kaniber sagte aber auch, das es nicht passieren dürfe, dass Landwirte in die Umstellerphase getrieben werden und es dann keinen Markt gäbe. Man müsse Märkte finden, damit all diese Ökoprodukte auch Abnehmer fänden.

Markt bei Biomilch gesättigt

Ob das Ziel von 30 Prozent Bioflächen in Bayern im Jahr 2030 tatsächlich erreicht wird, hängt entscheidend davon ab, wie sich die Nachfrage nach bayerischen Öko-Produkten in den nächsten Jahren weiter positiv entwickelt. Speziell bei der Bio-Milch ist der Markt derzeit gesättigt und Molkereien nehmen keine neuen Lieferanten mehr auf.