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Biene auf einer Blume

Bioland hat sich in einem offenen Brief an seine Mitglieder in Bayern positiv über das Volksbegehren Artenvielfalt geäußert und klar Position bezogen. In dem Brief kritisiert Bioland den Bayerischen Bauernverband. So sei es "nicht hinnehmbar, dass der Bayerische Bauernverband mit Anzeigen und in Videos die möglichen Auswirkungen des Volksbegehrens bewusst falsch interpretiert."

Bioland will "Falschbehauptungen" richtig stellen

Falsch sei besonders die Behauptung, es gebe eine staatlich verordnete "Öko-Quote" am Markt vorbei. Josef Wetzstein, Vorsitzender von Bioland Bayern aus Augsburg, sagt dazu gegenüber dem BR: "In dem Volksbegehren ist eindeutig formuliert, dass es nicht um eine festgelegte Quote oder um eine festgeschriebene Verpflichtung geht." Auch die Behauptung, es werde nach einem erfolgreichen Volksbegehren keine finanzielle Unterstützung mehr geben für freiwillig erbrachte Umweltleistungen, sei falsch.

Bioland will gemeinsam mit Bauernverband arbeiten

Trotz der kritischen Töne hofft Bioland darauf, zusammen mit dem Bauernverband den Artenschutz voranzubringen. Einen Spalt innerhalb der Landwirtschaft wolle man vermeiden, sagt der Vorsitzende Wetzstein. Darin stimmt er mit Markus Peters überein, dem Pressesprecher des Bayerischen Bauernverbandes. Auch er spricht davon, dass man gemeinsam Lösungen finden müsse für den Artenschutz und den Umweltschutz in Bayern, die auch über die Landwirtschaft hinausgehen.

Bauernverband wehrt sich gegen Kritik

Der Bayerische Bauernverband verwehrt sich gegen die Aussage Biolands, man habe inhaltliche Fehlinterpretationen bezüglich der Fördergelder im Bereich Umweltschutz gemacht. "Wir halten uns an die Aussagen, die das Landwirtschaftsministerium zum Thema Förderrecht getätigt hat", sagt Pressesprecher Peters gegenüber dem BR.

Volksbegehren als Problem für die Landwirtschaft

Für den Bauernverband und die Bauern sei Artenschutz ein sehr wichtiges Thema. Die Problematik am Volksbegehren aber sei, dass es "einzig und alleine nur auf die Landwirtschaft abziele". Der Gesetzesentwurf würde zu massiven Problemen auf den bäuerlichen Betrieben führen, auch bei Bio-Landwirten.

Kuh im Stall

Kuh im Stall