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BioFach in Nürnberg

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BioFach im Online-Format: Biobranche trifft sich digital

Einmal im Jahr trifft sich die Biobranche Nürnberg auf der BioFach und der Naturkosmetikmesse Vivaness. Da wird probiert, geredet, verhandelt und verkauft. Doch wegen der Corona-Pandemie gibt es das Treffen dieses Jahr nur im Online-Format.

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Von
  • Eleonore Birkenstock

Käse mit Kurkuma und Ingwer, Flaschen und Boxen aus Pflanzenzucker und französisches Bier mit schwarzem Knoblauch: Das sind nur einige der Produktneuheiten, die in diesem Jahr auf der BioFachmesse vorgestellt werden. Doch die Fachwelt kann sie nur auf dem Bildschirm sehen.

Kein Schmecken, Probieren und Testen auf der BioFach

Mit einer Messe wie in den Vorjahren sei diese coronabedingte Ausgabe nicht zu vergleichen, sagt Petra Wolf, Mitglied der Geschäftsführung der Nürnberg Messe. Normalerweise sei die BioFach ein sinnliches Erlebnis: Produkte können hier probiert, geschmeckt und getestet werden. Das geht diesmal nur, wenn die Firmen potentiellen Käufern Proben zugeschickt haben. Bis zum 19. Februar können sich die Fachbesucher mit einzelnen Anbietern auf der Eventplattform der BioFach treffen, per Chat- oder Videofunktion.

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Die BioFach-Messe findet in diesem Jahr nur online statt. Viele Biobetriebe erlebten 2020 trotz Corona ein Rekordjahr.

Online-Format als Überbrückung zum Normalbetrieb

Das Online-Format hat die NürnbergMesse zusammen mit Bioverbänden auf Wunsch der Fachwelt auf die Beine gestellt. Immerhin: Zur digitalen Ausgabe des Branchentreffens haben sich über 1.400 Aussteller aus mehr als 80 Ländern angemeldet. Im vergangenen Jahr kamen zu dem Treffen allerdings knapp 3.800 Aussteller. "Von daher ist unser eSpecial, unsere digitale Version, eine Überbrückung. Wir sehen das als Alternative und gehen davon aus, dass wir im nächsten Jahr wieder alle physisch begrüßen dürfen", sagt Petra Wolf von der NürnbergMesse dem BR.

Trends der vergangenen Jahre halten an

Auch bei der digitalen Ausgabe der Messe lassen sich Trends rund um ökologische Produkte ausmachen. Dazu gehören vegane Lebensmittel wie etwa Milchersatz- oder Fleischersatzprodukte. Auch Essen aus der Sparte "free from", Spaghetti aus Reis sind beispielsweise glutenfrei, Joghurt aus Mandelmilch laktosefrei, liegen im Trend. Bei der Naturkosmetik sind vor allem feste Seifen im Trend, sei es als Shampoo oder als Geschirrspülmittel. Eines der Themen in diesem Jahr ist außerdem das sogenannte Zero-Waste-Prinzip, das heißt, dass Rohstoffe nicht verschwendet und möglichst wenig Abfall produziert werden soll.

Biobranche weiter im Aufwind

Im Jahr der Corona-Pandemie hat die Biobranche Petra Wolf zufolge einen positiven Schub erfahren. Über die genauen Zahlen informiert der Dachverband Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der auch Träger der BioFach ist, auf einer virtuellen Pressekonferenz im Rahmen der BioFach. Bei der virtuellen Eröffnung werden BÖLW-Vorsitzender Felix Prinz zu Löwenstein und Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) sprechen.

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