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Vor drei Jahren hat Simon Aunkofer den Bio-Hof seines Vaters übernommen. Durch "Bio" sieht er sich für die Zukunft gewappnet.
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Rudolf Heinz
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Vor drei Jahren hat Simon Aunkofer den Bio-Hof seines Vaters übernommen. Durch "Bio" sieht er sich für die Zukunft gewappnet.

Vor drei Jahren hat Simon Aunkofer den Bio-Hof seines Vaters in Herrnsaal im Landkreis Kelheim übernommen. Der Betrieb steht wirtschaftlich gut da. Besitzer eines konventionellen Hofes in gleicher Größenordnung tun sich schwer, so etwas zu sagen. Ist deshalb eine Hofübergabe im Biolandbau leichter?

"Ich glaube, dass man das insgesamt sehr individuell sehen muss. Aber dadurch, dass die konventionellen Landwirte immer mehr in die Kritik geraten und die Biolandwirte da ein bisschen ausgenommen sind, glaube ich, dass es für junge Landwirte, die aus einem Bio-Betrieb stammen, doch eine leichtere Entscheidung ist, den Betrieb weiter zu machen." Simon Aunkofer, Bio-Landwirt

Anstieg bei Bio-Betrieben

Die Anzahl der Bio-Bauern ist im letzten Jahr auf rund 9.900 Betriebe gestiegen. Das macht ein Plus von neun Prozent. Gerade viele Jungbauern wollen ihren Hof auf Bio umstellen. Ideologische Gründe und besseres Image sind oftmals die Beweggründe. Durch eine Umstellung erhoffen sie sich aber auch mehr Umsatz, das weiß auch Josef Wetzstein, Landesvorsitzender von Bioland Bayern.

"Es muss sich auch wirtschaftlich auszahlen und das zeigen auch alle Berichte, dass der ökologische Betrieb - wenn man es sozusagen einigermaßen richtig macht und das machen die fast alle - dann kann man auch im biologischen Bereich etwas mehr verdienen, in der Größenordnung zehn bis 15 Prozent, sagen die Agrarberichte." Josef Wetzstein, Landesvorsitzender von Bioland Bayern

Bio statt konventionell

Simons Vater Franz Aunkofer gehört zu den Biobauern der ersten Stunde. 1980 hat er als einer der ersten Biobauern Bayerns versucht, den Landwirten ein Vorbild zu sein: Bio statt konventionell. Seiner Meinung nach ist das der Hauptgrund, warum die Hofübergabe in seiner Familie kein Thema ist.

"Ich merke, dass viele wunderschöne Höfe aus der Umgebung - konventionell bewirtschaftet - keine Nachfolger finden. Vielleicht liegt es daran, dass ich halt immer versucht habe, bei den Kindern die Freude zur Landwirtschaft zu wecken und wir nicht die Jammerer waren, sondern die, die einfach positiv in die Zukunft gedacht haben." Franz Aunkofer, Bio-Landwirt der ersten Stunde

Bio für eine sichere Zukunft von Hofübergaben?

Gut zehn Prozent der Betriebe und Flächen in Bayern werden derzeit ökologisch bewirtschaftet. Ein Trend, der weitergeht und somit die Hofübergabe in Zukunft sichern könnte?

"Ich glaube, dass sich insgesamt die konventionelle Landwirtschaft der biologischen Landwirtschaft annähern wird, weil es die Gesellschaft letztlich auch fordern wird." Simon Aunkofer, Bio-Landwirt

Eine Forderung, die Simon gelassen entgegensieht. Er sieht sich für die Zukunft gewappnet - durch Bio.