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Hafenbecken

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, ist der Güterverkehr der Binnenschifffahrt im Main- und im Donaugebiet deutlich zurückgegangen. Während die bayerische Binnenschifffahrt im Jahr 2018 so wenig Güter wie noch nie transportiert hat, gab es einen Main-Hafen, der dem Trend trotzte: Lengfurt (Lkr. Main-Spessart) konnte mit einem deutlichen Zuwachs beim Güterumschlag punkten.

Main-Gebiet verliert Prozentpunkte

Insgesamt wurden elf Prozent weniger Güter über den Main verschifft. Besonders stark verloren die Häfen in Unterfrankens Oberzentren: In Würzburg wurden im Jahr 2018 fast 30 Prozent weniger Güter verschifft als im Vorjahr, in Aschaffenburg waren es rund 28 Prozent und in Schweinfurt circa 20 Prozent.

Lengfurt löst Aschaffenburg ab

Der einzige Hafen am Main, der im letzten Jahr mit über sechs Prozent ein Umschlags-Plus erzielte, war Lengfurt: Mit über 670.000 Tonnen Güter hat der Hafen im Landkreis Main-Spessart Aschaffenburg als umschlagsstärksten Hafen Unterfrankens abgelöst. Nur in Regensburg wurden noch mehr Güter umgeschlagen als in Lengfurt.

Auf dem Main zwischen Lengfurt und Mainz wird regelmäßig vor allem Zement transportiert, so die Erklärung des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Aschaffenburg. Zudem sei die Strecke am Main dank ihrer vielen Schleusen nicht so stark abhängig vom Wasserstand – anders als die Donau oder der Rhein.

Niedrigwasser als großes Problem

Der trockene Sommer und das Niedrigwasser von Rhein und Donau waren schuld: Bayerns Binnenschifffahrt verzeichnete 2018 einen historischen Tiefstand beim Güterumschlag. Über 17 Prozent weniger Waren und Güter wurden im Vergleich zum Vorjahr laut Landesamt für Statistik auf Bayerns Flüssen transportiert.