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Binnenschiffer wollen Finanzhilfen und Donauausbau | BR24

© Armin Weigel/dpa

Schiff bei Niedrigwasser auf der Donau bei Mariaposching

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    Binnenschiffer wollen Finanzhilfen und Donauausbau

    Der niedrige Wasserstand der Donau hat den Fracht- und Kreuzfahrtschiffsverkehr auf dem Fluss zuletzt massiv eingeschränkt. Für die Binnenschiffer bedeutet das finanzielle Einbußen. Deshalb fordern auch sie jetzt Finanzhilfen - und einen Donauausbau.

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    Angesichts des Niedrigwassers an der Donau fordert der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) Finanzhilfen sowie den Ausbau des Flusses zwischen Straubing und Vilshofen.

    Historisch niedrige Pegelstände

    Der Hintergrund: Nach monatelanger Trockenheit erreichte der Wasserstand Mitte August in dem Donauabschnitt einen neuen Niedrig-Rekord. Der Wert von 2,30 Meter im Jahr 1947 am Pegel Pfelling wurde in den vergangenen zehn Tagen gleich mehrfach unterschritten. Am Donnerstag zum Beispiel wurden 2,25 Meter gemessen. Für Fracht- und Kreuzfahrtschiffe bedeutete das weitgehend Stillstand.

    BDB-Präsident für Donauaausbau

    "Die dramatische Situation zeigt, wie dringend der Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen umgesetzt werden muss", sagte BDB-Präsident Martin Staats jetzt. Dann blieben Transporte auch bei Niedrigwasser länger und besser plan- und durchführbar. Zuletzt hätten lediglich noch flachgängige Transportschiffe mit einer Ladekapazität von bis zu zehn Lkw-Ladungen auf der Donau fahren können. Für die Binnenschifffahrt bedeute das tägliche Einbußen von bis zu 4.000 Euro je Schiff. Bei guten Wasserverhältnissen könne ein 110 Meter langes Frachtschiff dagegen etwa 150 Lkw ersetzen.

    Hilfszahlungen angeregt

    Staats zufolge sollten auch für die Binnenschifffahrt jetzt staatliche Hilfszahlungen diskutiert werden - ähnlich wie bei der Landwirtschaft. Die Branche sei in ähnlichem Maße von der Dürre betroffen, für kleine und mittelständische Unternehmen sei das Niedrigwasser existenzbedrohend.