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Binnenschiffer kritisieren Verdi wegen geplanter Warnstreiks

Binnenschiffer kritisieren Verdi wegen geplanter Warnstreiks

Im Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst hat Verdi für die Tage nach Ostern eine weitere Warnstreiks in vielen Bundesländern angekündigt. Dafür erntet die Gewerkschaft nun scharfe Kritik von den Binnenschiffern. Verdi handle verantwortungslos.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

Die Binnenschifffahrt auf dem Main ist von den geplanten Warnstreiks deshalb betroffen, weil Verdi auch Schleusenwärter zur Arbeitsniederlegungen aufruft. Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) kritisiert dieses Vorgehen der Gewerkschaft, weil durch das Bestreiken der Main-Schleusen die Binnenschiffer “in eine Art Geiselhaft“ genommen würden.

BDB: Verdi kümmert sich wenig um Binnenschiffer

Es sei kurios, so der BDB, dass Verdi dies den Binnenschiffern antue, denn die Gewerkschaft sei schließlich auch Tarifvertragspartner für das fahrende Personal in der Schifffahrt. Wie wenig Verdi sich um die Belange dieser Gewerkschaftsmitglieder kümmere, würden die aktuellen Streiks am Main zeigen, kritisierte der Verband. Dort herrsche derzeit besonders reger Verkehr, weil die Schleusen wegen geplanter Unterhaltungsmaßnahmen vom 10. bis 30. April gesperrt würden.

Letztes Zeitfenster wird geschlossen

Es zeuge von "fehlendem Verantwortungsbewusstsein", wenn die Gewerkschaft in einer solchen, für die Main-Schifffahrt ohnehin wirtschaftlich schwierigen Situation, mutwillig das letzte Zeitfenster schließe, um wichtige Verkehre durchzuführen, so der BDB.