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Bildungsmonitor: Bayern rückt bundesweit auf Platz zwei vor | BR24

© dpa-Bildfunk

Grundschule (Symbolbild)

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Bildungsmonitor: Bayern rückt bundesweit auf Platz zwei vor

Bayern hat sich im Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auf den zweiten Platz der 16 Bundesländer verbessert. In einem Bereich hat der Freistaat allerdings noch großen Verbesserungsbedarf.

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Wenig Schulabbrecher, viele Ausbildungsstellen, hohe Bildungsausgaben: Bayern rückt im Ranking des Bildungsmonitors auf Platz zwei. Nur Sachsen liegt noch vor dem Freistaat. Im vergangenen Jahr lag Bayern noch auf Platz drei. Gründe für Bayerns gutes Abschneiden sind hohe Werte unter anderem in den Bereichen Berufliche Bildung, Schulqualität, Bildungsarmut und Ausgaben-Priorisierung auf.

Bayern spitze im Bereich Ausbildungsplätze

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) zeigt sich erfreut über das Ergebnis. Vor allem im Bereich berufliche Bildung punktet Bayern, beim Angebot an Ausbildungsplätzen steht der Freistaat an erster Stelle. Beim Vermeiden von Bildungsarmut, also von Schulabgängern ohne Abschluss, und bei der Priorisierung von Ausgaben steht Bayern gut da.

Berufsschüler haben eine über neunzigprozentige Erfolgsquote, außerdem hat Bayern eine hohe Fortbildungsquote. Laut Bertram Brossardt, dem Hauptgeschäftsführer der vbw, zeigt der Bildungsmonitor die Leistungsfähigkeit des bayerischen Bildungssystems. Diese gelte es weiterzuentwickeln: Vor allem die IT-Ausstattung von Schulen müsse aktuellen Standards der Informations- und Kommunikationstechnologien entsprechen, so Brossardt.

Piazolo: "Auf dem richtigen Kurs"

Bayerns Kultusminister Michael Piazolo erklärte, dass er sich über das Ergebnis freue. "Mit unserem differenzierten Bildungswesen sind wir in Bayern auf dem richtigen Kurs", erklärte Piazolo. Die bayerischen Schulen würden hohe Bildungsqualität bieten und jungen Menschen sehr gute Chancen eröffnen, so der Kultusminister weiter.

Luft nach oben in der Ganztagsbetreuung

Großen Verbesserungsbedarf gibt es in Bayern weiterhin bei der Förderinfrastruktur - hier liegt Bayern nur auf dem drittletzten Rang. Mit 35,5 Prozent lag der Anteil der ganztags betreuten Kinder zwischen drei und sechs Jahren in Bayern 2018 deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 45,9 Prozent. Kritisiert wird auch, dass Bayern 2017 mit 24,3 Prozent eine unterdurchschnittliche Quote von Ganztagsschülern im Grundschulbereich vorweisen konnte (Bundesdurchschnitt: 41,6 Prozent). Mit 18,6 Prozent war der Anteil der Schüler an Ganztagsschulen im Sekundarbereich I sogar bundesweit am niedrigsten (Bundesdurchschnitt: 44,8 Prozent).

Schulabbrecherquote bundesweit gestiegen

Der Bildungsmonitor der INSM, einem arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft, erscheint jährlich. Im aktuellen Bericht wird vor allem die bundesweite Schulabbrecherquote bemängelt. Diese ist innerhalb eines Jahres von 5,7 auf 6,3 Prozent gestiegen. Unter Ausländern stieg die Quote sogar von 14,2 auf 18,1 Prozent.