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Beamte der Grenzpolizei Passau im Einsatz.
© Grenzpolizeiinspektion Passau
© Grenzpolizeiinspektion Passau

Beamte der Grenzpolizei Passau im Einsatz.

Ein dreiviertel Jahr nach Wiedereinführung der Grenzpolizei hat die Grenzpolizeiinspektion Passau erstmals ihre Jahresbilanz für 2018 veröffentlicht. Fazit: Die Anzahl der Straftaten im gut 100 Kilometer langen Streifen entlang der Grenze bei Passau (von Breitenberg bis Malching) ist in etwa gleichgeblieben. Die ausländerrechtlichen Verstöße, also Schleuserkriminalität oder illegale Migration, bleiben auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

Leichter Anstieg bei Straftaten

Knapp 1.500 Straftaten hatten die Grenzpolizisten letztes Jahr zu bearbeiten, das sind 2,5 Prozent mehr als 2017. Die ausländerrechtlichen Verstöße blieben mit 112 in etwa gleich. "Das ist natürlich kein Vergleich zum Herbst 2015, als täglich tausende Menschen an die Grenze gekommen sind", so Dienststellenleiter Josef Kerschbaum bei der Pressekonferenz. Nichtsdestotrotz sei der Migrationsdruck anhaltend. Merklich gestiegen sind die Rauschgiftdelikte: um 50 auf 366. Zudem haben die Passauer "Grenzer" 31 gestohlene Fahrzeuge im Wert von 675.000 Euro sichergestellt.

Aus Fahndern werden Grenzpolizisten

Dass im Juli 2018 aus Fahndern Grenzpolizisten geworden sind, habe sich auf die Arbeit der Beamten eher positiv ausgewirkt, erklärte Kerschbaum. Das Personal sei bereits aufgestockt worden, von 68 auf 78 und die Technik sei verbessert worden. So sei man zum Beispiel mit dem neuen "Basiswagen" in der Lage, bei einer Kontrolle vor Ort Fingerabdrücke zu scannen, Urkunden und Dokumente auf ihre Echtheit zu überprüfen und in alle Fahndungssysteme schauen zu können.