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Bilanz: Ein Jahr Wohnungsbaugesellschaft "BayernHeim" | BR24

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Vor einem Jahr ist die staatliche Wohnungsbaugesellschaft "BayernHeim" gegründet worden. Laut erstem Arbeitsbericht stehen 2.500 von 10.000 geplanten Wohnungen vor der Realisierung - ein kleiner Ausgleich für den Verkauf von 30.000 GBW-Wohnungen.

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Bilanz: Ein Jahr Wohnungsbaugesellschaft "BayernHeim"

Vor einem Jahr ist die staatliche Wohnungsbaugesellschaft "BayernHeim" gegründet worden. Laut erstem Arbeitsbericht stehen 2.500 von 10.000 geplanten Wohnungen vor der Realisierung - ein kleiner Ausgleich für den Verkauf von 30.000 GBW-Wohnungen.

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Vor genau einem Jahr hatte der damals frisch gekürte CSU-Ministerpräsident Markus Söder die jahrelange Forderung der Opposition nach einer eigenen staatlichen Wohnungsbaugesellschaft erfüllt. Die "BayernHeim" soll langsam wieder ausgleichen, dass Söder als Finanzminister zur Rettung der Landesbank, 30.000 halbstaatliche GBW-Wohnungen an das private Patrizia-Konsortium verkauft hatte.

14 Mitarbeiter bringen 2.500 bezahlbare Wohnungen auf den Weg

Nach drei Angestellten letzten November, arbeiten jetzt 14 Personen für die "BayernHeim". Diese hätten landesweit bereits Projekte mit rund 2.500 bezahlbaren Wohnungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen auf den Weg gebracht, so Bayerns Bauminister Hans Reichhart zum BR. Das sei immerhin ein Viertel der Zielvorgabe von 10.000 Wohnungen bis zum Jahr 2025. Für Reichhart ist damit die Aufbauphase vorbei. Jetzt werde ganz konkret geplant und gebaut.

Die meisten Wohnungen baut "BayernHeim" in München, Augsburg und Fürth

Die größten Projekte entstehen auf dem Gelände der ehemaligen McGraw Kaserne in München mit rund 1.000 Wohnungen sowie in Augsburg, und in Fürth. Auf einem ehemaligen Parkplatz sollen in Fürth rund 150 Wohneinheiten entstehen. Am 13.September entscheidet ein Architektenwettbewerb über das Aussehen.

Wermutstropfen Strafzinsen: 2018 exakt 76.600 Euro

Da bis zum eigentlichen Bauen viel Planungszeit vergeht, muss die "BayernHeim" allerdings auch in diesem Jahr für ihr Stammkapital von 50 Millionen Euro wieder Strafzinsen zahlen. Allein zwischen Juli und Dezember 2018 wurden exakt 76.600 Euro Strafzinsen an die Banken überwiesen, so das Bauministerium zu BR.

Schon im vergangenen Jahr waren die Strafzinsen von zunächst 0,44 Prozent auf 0,33 Prozent gesunken.

"Durch die Wahl anderer Anlageformen und Zugriffsfristen konnten die Verwahrgebühren zwischenzeitlich deutlich reduziert werden", heißt es in einer Stellungnahme des Bauministeriums. Außerdem werde die "BayernHeim GmbH" künftig ihr Eigenkapital vorrangig als Eigenfinanzierungsanteil in eigene Projekte investieren und daneben weiterhin nach Anlageformen suchen, um Negativzinsen möglichst gering zu halten.