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Biker treffen sich zu "Elefantentreffen" in Thurmannsbang | BR24

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Thurmannsbang im Bayerischen Wald hat für Biker eine magische Anziehungskraft. Zum 64. Mal treffen sich dort Motorradfahrer aus allen Ecken Europas. Das sogenannnte Elefantentreffen gilt als das größte seiner Art in Europa.

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Biker treffen sich zu "Elefantentreffen" in Thurmannsbang

Das 64. "Elefantentreffen" in Thurmannsbang im Bayerischen Wald hat begonnen. Das Motorradtreffen gilt als das größte seiner Art in Europa. Auch heuer kamen rund 3.000 Besucher. Das Wochenende ist bekannt für seine spezielle Atmosphäre.

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Das ganze Wochenende über sind im Landkreis Freyung-Grafenau wieder die "Elefanten" los: Rund 3.000 Biker aus ganz Europa zieht es zum 64. Motorradtreffen des Bundesverbandes der Motorradfahrer. Das Elefantentreffen im Thurmannsbanger Ortsteil Loh ist das älteste und eines der größten Wintertreffen für Motorradfahrer überhaupt. Hier zelten sie im Schnee oder im Matsch. Für manche mag das befremdlich wirken, für die Biker gibt es nichts Schöneres.

Elefantentreffen: Nur für die Harten

Zehn Grad, Nieselregen und Matsch bis zu den Knöcheln - das perfekte Wetter zum Draußensitzen und Campen. Das finden zumindest die über Tausend Biker hier in Thurmannsbang im Bayerischen Wald. Soweit das Auge reicht: Zelte, Campingstühle, Lagerfeuerstellen, Stroh und Motorräder. Nur die Harten kommen jedes Jahr im Winter hierher.

© Martin Behringer

Die Camper sitzen im Dunkeln um ein Lagerfeuer

© Martin Behringer

In Matsch und Schnee wird hier gezeltet

© Martin Behringer

In der Nacht auf dem winterlichen Zeltplatz

© BR/Sarah Beham

Ein Motorrad am anderen, dahinter Zelte am Hügel

© BR/Sarah Beham

Strohballen sollen das Gehen auf den matschigen Wegen erleichtern

Weiteste Reise: Biker aus Russland

Die Biker sind aber keine Verrückten oder Hippies, wie sie auf manch einen wirken können, der sie zum ersten Mal sieht: Schwarze Lederkutten, Piercings, Tattoos, Tarnhosen, wilde lange Haare und Bärte. Im normalen Leben sind die Motorradfahrer nämlich Bänker, Bauarbeiter oder Berater im Anzug. Für "das ganz spezielle Gefühl" kommen Tausende Biker aus Tschechien, England oder sogar Russland in den Bayerischen Wald gefahren.

Bürgermeister und das ganze Dorf stehen hinter dem Spektakel

Für die Biker werden in Thurmannsbang Straßen gesperrt. Unter der Woche ein Problem für Schulkinder, denn der Schulbus kommt nicht durch die engen Feldwege. Deswegen nimmt der Bürgermeister von Thurmannsbang Martin Behringer das selbst in die Hand. Er holt die Kinder mit seinem Privat-Auto ab und fährt sie zum Unterricht. Das Highlight bei der Fahrt: Behringer hat für die Kids Aufkleber vom Elefantentreffen dabei. Der Bürgermeister steht nämlich selbst voll hinter dem großen Motorrad-Spektakel im Winter.

Das ganze 2.500-Seelen-Dorf ist vom Motorradfieber angesteckt. Und die Motorradfahrer wollen etwas zurückgeben und könnten sich vorstellen, nächstes Jahr auch Schultaxi für die Kinder zu spielen, sagen sie. Das Elefantentreffen in Thurmannsbang im Kreis Freyung-Grafenau dauert noch bis zum Sonntag.

💡 Wieso "Elefantentreffen"?

Der Begriff "Elefantentreffen" geht auf das Motorrad Zündapp KS 601 zurück. Das Modell mit Beiwagen aus den 1950er-Jahren ist für damalige Verhältnisse besonders leistungsstark gewesen und hat laut BVDM deswegen den Spitznamen "Elefant" bekommen.

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Das ganze Wochenende über sind im Landkreis Freyung-Grafenau wieder die "Elefanten" los: Tausende Biker aus ganz Europa zieht es zum 64. Motorradtreffen des Bundesverbandes der Motorradfahrer.

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