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Symbolbild: Außengastronomie in München

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    Biergarten-Konkurrenz: Schanigärten nun in München "dahoam"

    Eigentlich waren die Schanigärten eine Corona-Notlösung für die leidenden Wirte. Doch schnell fanden sie den Weg in die Münchner Herzen. Nun dürfen die Gastro-Außenbereiche in Parkbuchten dauerhaft aufgebaut werden - mit einer kühlen Einschränkung.

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    Von
    • Moritz M. Steinbacher
    • Anja Wahnschaffe

    Zwischen Frühling und Herbst dürfen die Münchner Wirte nun zukünftig jedes Jahr ihre Gastro-Außenbereiche auch auf Parkbuchten erweitern und dort ihre Speisen und Getränke anbieten. Neben den Schanigärten genehmigte der Stadtrat auch das Aufstellen und Betreiben von Hochbeeten im öffentlichen Raum.

    Schanigärten als indirekte Hilfe zur Selbsthilfe

    Mit Beginn der Corona-Pandemie im vergangen Frühjahr durften die Münchner Gastronomen in ihren Restaurants kaum noch Gäste bewirten. Die Gefahr der Ansteckung war zu groß. Deswegen griff der Münchner Stadtrat eine alte Idee der Rathaus-Grünen auf und erlaubte Freischankflächen auf Parkplätzen.

    Schon bald danach schossen kleine mit Holzzäunen begrenzte Freischankflächen aus den Münchner Innenstadt-Straßen. Diese Form der Bewirtung ist eigentlich mehr bei den österreichischen Nachbarn beheimatet und heißt dort "Schanigarten".

    Münchner Stadtverwaltung genehmigt großzügig

    Die Bewirtung in Parkbuchten wurde von vielen Münchnerinnen und Münchnern als Gewinn an Lebensqualität wahrgenommen. Binnen kürzester Zeit entstanden rund 500 Schanigärten in der Stadt mit ca. 5.000 zusätzlichen Sitzplätzen.

    Beim ein oder anderen Autofahrer dürften die fehlenden Parkbuchten aber auch zu Verstimmungen geführt haben. Parkplätze sind in München in etwa so begehrt, wie billige Wohnungen.

    Von Frühjahr bis Herbst ist jetzt Schanigärten-Saison

    Trotzdem entschied sich der Stadtrat nun dazu, Schanigärten in München dauerhaft heimisch werden zu lassen. Zwischen April und Oktober dürfen die Freischankflächen künftig auf Parkplätzen entstehen.

    Allerdings: Ab nächstem Jahr müssen sich die Münchner beim Besuch eines Schanigartens warm anziehen. Wegen ihrer schlechten Klimabilanz sind wärmende Heizpilze nur noch in dieser Saison im Stadtgebiet erlaubt.

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