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Bienenseuche "Amerikanische Faulbrut" weitet sich aus | BR24

© dpa-Bildfunk

Die Bienenseuche "Amerikanische Faulbrut" weitet sich aus

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    Bienenseuche "Amerikanische Faulbrut" weitet sich aus

    Nach Bekanntwerden der Bienenseuche "Amerikanische Faulbrut" im Landkreis Fürstenfeldbruck wurde das Sperrgebiet jetzt auf Teile des Landkreises Landsberg erweitert.

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    Ausgebrochen war die Seuche bei einem Imker in Türkenfeld im Landkreis Fürstenfeldbruck. Am Donnerstag hat nun das Landratsamt Landsberg einen Sperrbezirk festgelegt: In diesem liegen Beuern, ein Ortsteil der Gemeinde Greifenberg, sowie Waldstücke im östlichen Gemeindegebiet von Geltendorf und Eresing.

    Besondere Vorsichtsmaßnahmen im Sperrbezirk

    Dort gelten ab sofort für alle Bienenbestände bestimmte Vorsichtsmaßnahmen:

    - Bewegliche Bienenstände dürfen von ihrem Standort nicht entfernt werden.

    - Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wachs, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden.

    - Alle Bienenvölker werden untersucht.

    - Nur fertig geschleuderter Honig, der nicht zur Verfütterung an Bienen bestimmt ist, sondern als Lebensmittel verwendet werden soll, darf das Gebiet verlassen.

    - Alle im Sperrbezirk ansässigen Imker werden aufgefordert, die im Sperrgebiet vorhandenen Bienenstände beim Veterinäramt zu melden, um diese umgehend untersuchen zu lassen.

    - Bienenhalter, die bisher noch nicht erfasst sind, werden aufgerufen, ihrer Meldeverpflichtung nachzukommen.

    Für den Menschen ungefährlich

    Bei der amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Für den Menschen ist die Erkrankung laut Mitteilung des Landratsamtes ungefährlich, auch Honig kann ohne Bedenken verzehrt werden. Die Sporen des Krankheitserregers werden auch über Honigreste übertragen, die von anderen Bienen aufgenommen werden.

    Honiggläser verschließen und nur gespült ins Altglas

    Insbesondere unverschlossene und ungenügend gereinigte Honiggläser können daher eine Ansteckungsgefahr für Bienen darstellen, da der Erreger auch in zahlreichen Handelshonigen vorkommt. So kann jedermann auch einen Beitrag zum Schutz der nützlichen Bienen vor dieser Seuchengefahr leisten, wenn Honiggläser gründlich ausgespült werden, bevor diese über Altglas-Container entsorgt werden.

    Erst wenn alle Untersuchungen abgeschlossen sind und keine Neuerkrankungen ergeben haben, werden die Maßnahmen wieder aufgehoben.