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Biber mit Falle getötet: Jäger in Rosenheim vor Gericht | BR24

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Mit einer verbotenen Schlagfalle soll ein Jäger im Süden von Rosenheim einen Biber getötet haben. Diese sind streng geschützt. Jetzt steht der Mann vor Gericht. Sogar eine Freiheitsstrafe ist denkbar.

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Biber mit Falle getötet: Jäger in Rosenheim vor Gericht

Mit einer verbotenen Schlagfalle soll ein Jäger im Süden von Rosenheim einen Biber getötet haben. Die Tiere sind streng geschützt. Jetzt steht der Mann vor Gericht. Sogar eine Freiheitsstrafe ist denkbar.

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Der Vorfall hat sich laut Anklage im März 2018 in einem Bach in der Nähe des Happinger Sees ereignet: Der Jäger soll dort eine illegale Falle aufgestellt und damit einen Biber getötet haben. Das wäre ein klarer Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz.

Das Rosenheimer Amtsgericht könnte den Jäger zu einer Geldstrafe verurteilen. Theoretisch könnte es sogar eine Gefängnisstrafe von bis zu vier Jahren verhängen.

Der Biber als Feind und Helfer

Der Biber ist ein Tier, an dem sich seit Jahren die Geister scheiden. Die einen feiern ihn als Umwelt-Architekten, die anderen beschimpfen ihn als Schädling. Biber nagen und bauen, stauen Holz auf und schaffen dadurch Seen, Sümpfe und ganze Biotope, in denen sich neue Pflanzen- und Tierarten ansiedeln. Seit rund 50 Jahren stehen Biber daher unter strengem Schutz.

Aber Biber und ihre Eigenarten haben auch Gegner, denn sie nagen Baumbestände an, setzen Nutzflächen unter Wasser und untergraben Felder.