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Biber-Abschüsse am Eixendorfer See erneut vor Gericht | BR24

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Am Eixendorfer Stausee bei Neunburg vorm Wald im Landkreis Schwandorf wurden vor drei Jahren Biber zum Abschuss freigegeben - per Ausnahmegenehmigung wegen Hochwasserschutz. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof muss entscheiden, ob das rechtens war.

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Biber-Abschüsse am Eixendorfer See erneut vor Gericht

Am Eixendorfer Stausee bei Neunburg vorm Wald im Landkreis Schwandorf wurden vor drei Jahren Biber zum Abschuss freigegeben - per Ausnahmegenehmigung wegen Hochwasserschutz. Möglicherweise wurde das Naturschutzgesetz gebrochen.

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Vor rund drei Jahren gab das Landratsamt Schwandorf unter Artenschutz stehende Biber am Eixendorfer Stausee für kurze Zeit zum Abschuss frei - für den Hochwasserschutz. Aber war diese Sondergenehmigung rechtens? Der Bund Naturschutz in Bayern hat daran seine Zweifel und ist mit insgesamt vier Klagen vor den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gezogen. Es geht dabei um die Frage, ob der Artenschutz im Interesse der öffentlichen Sicherheit vorübergehend ausgehebelt werden durfte.

Robert Bäumler vom Fischereiverein in Neunburg vorm Wald glaubt nicht, dass es um den Hochwasserschutz ging. Der Bau eines Wasserkraftwerkes habe im Vordergrund gestanden, sagt Bäumler, der ehrenamtlich für den Bund Naturschutz arbeitet. Der geschützte Biber habe dem Bau im Weg gestanden. Für den Bau musste der See abgesenkt werden. Das dürfe man aber nicht ohne weiteres, wenn dort geschützte Biber leben. Deshalb habe es die Ausnahmegenehmigung und insgesamt bislang drei Abschüsse gegeben.

Die meisten Biber in der Oberpfalz abgeschossen

Die Zahl der Biber in Bayern ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Von 2006 bis 2016 hat sie sich nach Angaben des bayerischen Umweltministeriums auf 20.000 Tiere mehr als verdoppelt. Parallel stieg aber auch die Zahl der abgeschossenen oder gefangenen Biber. 2006 waren es noch knapp 500, im Jahr 2015 mehr als 1.400. Die meisten davon (insgesamt 417) kamen in der Oberpfalz ums Leben, wo sich auch der Eixendorfer Stausee befindet.

Biber streng geschützt - es gibt Ausnahmen

Der Biber ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Das bedeutet, es ist verboten, ihn zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Allerdings gibt es Ausnahmen: Sollten in Biberrevieren gravierende Schäden drohen, ist es auf Antrag und zu bestimmten Zeiten möglich, Biber zu töten oder Biberbauten zu zerstören. Ob dies am Stausee zutraf, muss nun der Verwaltungsgerichtshof entscheiden. Die Entscheidung soll den Prozessbeteiligten schriftlich zugestellt werden.

In der vorherigen Instanz waren Klagen des Bundes Naturschutz abgewiesen worden.