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Bezirkstagswahl: Alle Ergebnisse auf einen Blick | BR24

© pa / dpa / Karl-Josef Hildenbrand

Stimmzettelumschlag für die Bezirkswahl

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    Bezirkstagswahl: Alle Ergebnisse auf einen Blick

    Die bayerischen Wählerinnen und Wähler haben am vergangenen Sonntag auch die sieben Bezirkstage neu gewählt. Nun liegen die vorläufigen Ergebnisse aus ganz Bayern vor. Hier die Übersicht mit allen gewählten Bezirksrätinnen und Bezirksräten.

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    Auffallend ist, dass die CSU insgesamt deutlich unter die 40 Prozent-Marke rutscht, sich aber in fast allen Regierungsbezirken die Direktmandate sichern kann. Die Freien Wähler und auch die Grünen gewinnen vielerorts Sitze dazu, ebenso zieht die AfD neu in alle Bezirkstage ein. Und: Auch viele der kleineren Parteien ergattern über die Liste einen Sitz in den Bezirkstagen. Hier die Ergebnisse in allen Regierungsbezirken:

    Oberfranken:

    Künftig gibt es 21 Sitze im oberfränkischen Bezirkstag. Die CSU erhält alle acht Direktmandate. Sie gehen an:

    • Johann Kalb (Bamberg-Land)
    • Thomas Söder (Bamberg-Stadt)
    • Stefan Specht (Bayreuth)
    • Sebastian Straubel (Coburg)
    • Ulrich Schürr (Forchheim)
    • Harald Fichtner (Hof)
    • Christian Meißner (Kronach/ Lichtenfels)
    • Henry Schramm (Wunsiedel/ Kulmbach)

    Für die SPD ziehen über die Liste Andreas Starke, Beate Kuhn und Holger Grießhammer in den Bezirkstag ein. Ebenfalls drei Sitze gehen an die Freien Wähler: Manfred Hümmer, Stefan Frühbeißer und Klaus Peter Söllner erhalten ein Mandat. Und auch die Grünen sind mit drei Sitzen vertreten, diese gehen an Dagmar Keis-Lechner, Mathias Söllner und Manfred Neumeister.

    Auch zwei Kandidaten der AfD, Florian Köhler und Heike Kunzelmann, sowie Thomas Nagel für die FDP und Reinhard Möller für die Linke sitzen künftig im oberfränkischen Bezirkstag.

    Mittelfranken:

    Der neugewählte mittelfränkische Bezirkstag für die Amtsperiode 2018 bis 2023 besteht aufgrund von Überhang- und Ausgleichsmandaten aus 33 Sitzen. Gesetzlich vorgesehen sind 24 Mandate, weil aber die CSU elf von zwölf Direktmandaten gewonnen hat, ihr aber nach den Gesamtstimmen rechnerisch nur acht Sitze zustünden, erhält die CSU die drei übrigen Sitze als so genannte Überhangmandate. Im Gegenzug dazu erhalten SPD, Freie Wähler, die Grünen, die Linke, die ÖDP und Die Franken jeweils ein Ausgleichsmandat.

    Laut dem vorläufigen Endergebnis verfügt die CSU künftig über elf, Bündnis 90/Die Grünen über sechs, die SPD und die Freien Wähler über je vier, die AfD über drei Sitze. Die Linke erhält zwei Sitze, die FDP, die ÖDP und Die Franken haben je einen Sitz in dem Gremium.

    Die CSU bekommt elf Direktmandate. Diese gehen an:

    • Richard Bartsch (Nürnberg-West)
    • Hans Popp (Ansbach-Süd/Weißenburg-Gunzenhausen)
    • Thomas Zehmeister (Neustadt-Bad Windsheim/ Fürth-Land)
    • Herbert Lindörfer (Ansbach-Nord)
    • Peter Daniel Forster (Nürnberg-Süd)
    • Ute Salzner (Erlangen-Höchstadt)
    • Michael Maderer (Fürth)
    • Catrin Seel (Nürnberg-Nord)
    • Ivona Papak (Nürnberg-Ost)
    • Cornelia Griesbeck (Roth)
    • Alexandra Wunderlich (Erlangen-Stadt)

    Auch die Freien Wähler können sich ein Direktmandat sichern, es geht an Armin Kroder im Stimmkreis Nürnberger Land.

    Unterfranken:

    Die zehn Direktkandidaten für den neuen unterfränkischen Bezirkstag stammen allesamt aus den Reihen der CSU. Gewählt wurden:

    • Marcus Grimm (Aschaffenburg Ost)
    • Werner Elsässer (Aschaffenburg West)
    • Karin Renner (Bad Kissingen)
    • Thomas Habermann (Haßberge Rhön Grabfeld)
    • Maria Hoßmann (Main-Spessart)
    • Erwin Dotzel (Miltenberg)
    • Stefan Funk (Schweinfurt)
    • Rosa Behon (Würzburg-Land)
    • Hülya Düber (Würzburg-Stadt)
    • Gerlinde Martin (Kitzingen)

    Gerlinde Martin nahm mit knappem Vorsprung der bisherigen Bezirksrätin Tamara Bischof von den Freien Wählern das Mandat ab.

    Auch die neun Listenkandidaten stehen fest. Mit Überhang- und Ausgleichsmandaten ergibt sich folgende Sitzverteilung im neuen Bezirkstag Unterfranken: Zehn Sitze entfallen auf die CSU, vier auf die Grünen, je drei auf SPD und Freie Wähler, zwei auf die AfD und je ein Sitz auf FDP und Linke.

    Schwaben:

    Auch hier stehen nun die 13 Direktkandidaten fest, alle Direktmandate entfallen auf die CSU:

    • Stefan Bosse (Kaufbeuren)
    • Renate Deniffel (Kempten/ Oberallgäu)
    • Stephanie Denzler (Günzburg)
    • Klaus Förster (Augsburg-Land-Süd)
    • Erwin Gerblinger (Augsburg-Stadt-Ost)
    • Ursula Lax (Marktoberdorf)
    • Johann Popp (Augsburg-Land/ Dillingen)
    • Herbert Pressl (Neu-Ulm)
    • Edgar Rölz (Lindau/ Sonthofen)
    • Martin Sailer (Augsburg-Stadt-West)
    • Peter Schiele (Donau-Ries)
    • Alfons Weber (Memmingen)
    • Tomas Zinnecker (Aichach-Friedberg)

    Insgesamt gibt es 36 Sitze. Auf die Grünen entfallen sechs, auf die Freien Wähler fünf Sitze. Die AfD bekommt vier Sitze, die SPD drei und die FDP zwei Sitze. Je einen Sitz erhalten die Bayern-Partei, die ÖDP und die Linke.

    Oberpfalz:

    Für eine kleine Sensation sorgt die Regensburger Landrätin und Bezirksvorsitzende der Freien Wähler in der Oberpfalz, Tanja Schweiger: Die Lebensgefährtin von FW-Chef Hubert Aiwanger konnte überraschend dem langjährigen CSU-Bezirksrat Thomas Gabler aus Hemau das Direktmandat im Stimmkreis Regensburg-Land abnehmen. Schweiger erhielt 34 Prozent der Stimmen, Gabler 29 Prozent.

    Auch neu im Bezirkstag: der Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling (CSU). Sechs weitere CSU-Bezirksräte konnten ihr Mandat verteidigen:

    • Martin Preuß (Amberg-Sulzbach)
    • Franz Löffler (Cham)
    • Heidi Rackl (Neumarkt i.d. Oberpfalz)
    • Johann Renter (Regensburg-Stadt)
    • Toni Dutz (Tirschenreuth)
    • Lothar Höher (Weiden i.d. Oberpfalz)

    Für die SPD sind Richard Gaßner (Kümmersbruck) und Brigitte Scharf (Erbendorf) im Bezirkstag vertreten. Auf die Freien Wähler entfallen insgesamt drei Mandate: Neben Tanja Schweiger ziehen auch Thomas Thumann (Neumarkt i.d. Oberpfalz) und Andreas Michelson (Regensburg) in den Bezirkstag ein. Für die Grünen gibt es zwei Sitze: Gabriele Bayer (Postbauer-Heng) und Stefan Christoph (Regensburg). Ebenfalls zwei Sitze gehen an die AfD: Wolfgang Pöschl (Lohberg) und Karl Schmid (Weiden i.d. Oberpfalz). Je ein Sitz entfällt auf FDP (Stefan Potschaski/Regenstauf) und die Linke (Marina Mühlbauer/Regensburg).

    Oberbayern:

    Auch hier gab es Überraschungen: Gleich fünf Direktkandidaten der Grünen ziehen in den oberbayerischen Bezirkstag ein. Allesamt aus Stimmkreisen im Großraum München:

    • Max Döring (München-Bogenhausen)
    • Petra Tuttas (München-Giesing)
    • Delija Balidemaj (München-Milbertshofen)
    • Sylvio Bohr (München-Schwabing)
    • Ulrike Goldstein (München-Mitte)

    Goldstein erhielt knapp 44 Prozent der Stimmen. Ein Rekord. Die CSU erleidet hier die stärksten Verluste, fällt teilweise sogar unter die 20 Prozent-Marke. Die übrigen Direktmandate für den Bezirkstag Oberbayern kann die CSU aber halten:

    • Birgit Hainz (München-Hadern)
    • Rainer Großmann (München-Moosach)
    • Barbara Kuhn (München-Pasing)
    • Friederike Steinberger (München-Ramersdorf)
    • Gisela Kriegl (Altötting)
    • Thomas Schwarzenberger (Bad-Tölz-Wolfratshausen/ Garmisch-Partenkirchen)
    • Georg Wetzelsperger (Berchtesgadener Land)
    • Josef Mederer (Dachau)
    • Susanne Linhart (Ebersberg)
    • Reinhard Eichiner (Eichstätt)
    • Franz Hofstetter (Erding)
    • Simon Schindlmayr (Freising)
    • Gabriele Off-Nesselhauf (Fürstenfeldbruck-Ost)
    • Michael Kern (Ingolstadt)
    • Josef Loy (Fürstenfeldbruck-West)
    • Olaf von Löwis of Menar (Miesbach)
    • Claudia Hausberger (Mühldorf am Inn)
    • Karin Hobmeier (München-Land-Nord)
    • Ilse Weiß (München-Land-Süd)
    • Martina Baur (Neuburg-Schrobenhausen)
    • Fabian Flössler (Pfaffenhofen an der Ilm)
    • Günther Wunsam (Rosenheim-Ost)
    • Sebastian Friesinger (Rosenheim-West)
    • Harald Schwab (Starnberg)
    • Annemarie Funke (Traunstein)
    • Alexandra Bertil (Weilheim-Schongau)

    Für den oberbayerischen Bezirkstag ergibt sich somit folgende Sitzverteilung: Die CSU erhält 26 Sitze, die SPD acht Sitze, die Grünen 18 Sitze, die Freien Wähler zehn Sitze, die AfD sieben Sitze, die FDP fünf Sitze, die Linke drei Sitze, die Bayernpartei zwei Sitze, ebenso die ÖDP. Ein Sitz geht an die Tierschutzpartei.

    Niederbayern:

    Für die CSU sitzen künftig neun Kandidaten im niederbayerischen Bezirkstag:

    • Olaf Heinrich (Regen/ Freyung-Grafenau)
    • Franz Schreyer (Straubing)
    • Monika Maier (Dingolfing)
    • Martina Hammerl (Landshut)
    • Thomas Pröckl (Rottal-Inn)
    • Josef Heisl (Passau-Ost)
    • Margret Tuchen (Deggendorf)
    • Cornelia Wasner-Sommer (Passau-West)
    • Hannelore Langwieser (Kelheim)

    Die SPD bekommt zwei Sitze (Rita Röhrl und Andreas Winterer), ebenso die Grünen (Mia Goller und Markus Scheuermann). Die Freien Wähler holen sich vier Sitze: Sie gehen an Heinrich Schmidt, Alfred Holzner, Ludwig Waas und Heinz Pollak. Für die FDP sitzt Michael Deller im neuen Bezirkstag, für die Linke Christina Süß. Auch die Bayernpartei ist wieder mit einem Sitz vertreten: Anton Maller wurde gewählt. Ebenso ein Kandidat der ÖDP: Urban Mangold. Auch die AfD ist nun mit drei Sitzen vertreten: Sie gehen an Fabio Sicker, Angelika Eibl und Robert Schregle.

    Hohe Wahlbeteiligung

    Vom starken Interesse an der Landtagswahl konnten heuer auch die Bezirkstage profitieren: Die Wahlbeteiligung lag mit rund 70 Prozent in allen Regierungsbezirken deutlich über dem Schnitt der letzten Jahre. Die bayerischen Bezirkstage verwalten aktuell etwa 5,5 Milliarden Euro pro Jahr. Die gewählten Bezirksrätinnen und Räte arbeiten ehrenamtlich.

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    Autor
    • Steffi Wagner
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