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Bewohner von Altenheimen können ihre Angehörigen wieder sehen | BR24

© Norbert Steiche/BR-Mainfranken

Damit die Bewohner des Seniorenstifts des Würzburger Juliusspitals ihre Angehörigen und ihre Freunde sehen und sprechen können, sind in drei Fenstertüren herausnehmbare Plexiglasscheiben einpasst worden. So ist ein Gespräch ohne Hilfsmittel möglich.

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Bewohner von Altenheimen können ihre Angehörigen wieder sehen

Wegen der Maßnahmen gegen das Coronavirus waren die Bewohner in den Seniorenheimen wochenlang isoliert und allein. Ab Samstag sind Besuche unter Auflagen nun wieder möglich. In Würzburg und Zeil am Main laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

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Die Bewohner in den Seniorenheimen waren wegen der Maßnahmen gegen das Coronavirus wochenlang isoliert und allein. Ab Samstag soll es Lockerungen geben. Möglich soll dann der Besuch einer festen, registrierten Kontaktperson oder eines Familienmitgliedes mit fester Besuchszeit sein, der Einhaltung des Mindestabstandes und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Besucher und besuchte Person sei dann Pflicht, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag.

Grüße durch die Scheibe in Zeil am Main schon jetzt möglich

Im Hans-Weinberger-Haus in Zeil am Main, einem Seniorenwohnheim der Arbeiterwohlfahrt, hat man sich schon jetzt etwas Besonderes ausgedacht, um trotz bisherigen Besuchsverbots, Besuche zu ermöglichen: Die Senioren drinnen, der Besuch draußen, getrennt durch eine Glasscheibe- kommuniziert wird per Babyphone. Aber Hauptsache, man sieht sich mal wieder. Einrichtungsleiterin Hildegard Hückmann hat die Anregung aus einem Fernsehbeitrag über ein Altenheim in der Schweiz übernommen. Und so gibt es nun Besuch nach Termin-Kalender. Täglich zwischen 9.00 und 15.30 Uhr. Die Senioren und ihre Angehörigen haben jeweils eine halbe Stunde, dann kommt das nächste Gesprächs-Pärchen.

Yvonne Schmidt arbeitet als Altenpflegerin im Hans-Weinberger-Haus. Der bisherige Schicht-Besuch durch die Glasscheibe und mit Babyphonen war aus ihrer Sicht ein Gewinn.

© BR Fernsehen

Damit die Bewohner des Seniorenstifts des Würzburger Juliusspitals ihre Angehörigen und ihre Freunde sehen und sprechen können, sind in drei Fenstertüren herausnehmbare Plexiglasscheiben einpasst worden. So ist ein Gespräch ohne Hilfsmittel möglich.

Juliusspital findet Weg, Bewohner und Angehörige zusammenzubringen

Ab Samstag (09.05.20) sind nun auch Besuche im Seniorenstift des Würzburger Juliusspitals wieder möglich. Damit die Bewohner ihre Angehörigen und ihre Freunde sehen können, hat sich Clemens Halbig, der Leiter des Seniorenstifts etwas Besonderes ausgedacht.

Er ließ in drei Fenstertüren je eine herausnehmbare Plexiglasscheibe einpassen. So wird die Türöffnung nicht völlig verschlossen und die Bewohner können sich mit ihrem Besuch unterhalten. Da im Pavillon kein Luftzug herrscht, müssen Gesprächspartner keinen Mundschutz tragen.

Klare Regeln für einen Besuch im Senioren- und Pflegeheim

Außer dem Mundschutz müssen Besucher folgende Auflagen einzuhalten: Sie müssen mindestens 16 Jahre alt sein, alleine kommen, sich die Hände desinfizieren, auf dem Gelände einen Mundschutz tragen und den Mindestabstand einhalten. Die Besuchszeit ist auf 45 Minuten beschränkt.

Das Juliusspital organisiert zwischen 9.00 und 17.00 Uhr die Treffen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Wie das Juliusspital in einem Schreiben an die Angehörigen mitteilt, können Terminwünsche nicht berücksichtigt werden, außer der Wunschtermin ist noch nicht vergeben. Um Pünktlichkeit wird gebeten. Bettlägige Bewohner dürfen unter strengen Vorkehrungen auf dem Zimmer besucht werden.