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Eine Folge der Dürre: Künstliche Bewässerung für junge Bäume
© BR/Martin Gruber
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Eine Folge der Dürre: Künstliche Bewässerung für junge Bäume

In den vergangenen Wochen hat es kaum Niederschlag gegeben, hinzu kommen aktuell die warmen Temperaturen: Vor allem jungen Pflanzen fehlt es deshalb derzeit am dringend fürs Wachstum benötigten Wasser. In Hauzenberg im Landkreis Passau versucht nun der Forstdienstleister Rainer Strunz, im Rahmen der Aufforstung eines Waldstücks mit künstlicher Bewässerung nachzuhelfen.

Plastikbeutel als Wasserspender

Dazu hat er sich Tausende Gefrierbeutel besorgt. Diese werden mit Bachwasser gefüllt und neben die frisch gepflanzten Bäume gelegt. Zudem bekommen sie ein kleines Loch, damit das Wasser ganz langsam - Tropfen für Tropfen - heraus läuft und im Boden versickert.

"Wenn dieser Beutel über mehrere Stunden langsam auströpfelt, dann hat das Wasser die Gelegenheit, in den Boden tief einzudringen. Weil: Wir brauchen das Wasser nicht an der Oberfläche, sondern in 20 Zentimetern Tiefe, da wo sich die Wurzel befindet." Rainer Strunz

Keine Einweg-Nutzung

Auf diese Weise sollen die Jungbäume die Trockenheit überstehen und genug Wurzeln bilden. Die Plastikbeutel werden dann eingesammelt und wiederverwendet. Zum Beispiel, wenn die für die Aufforstung benötigten Niederschläge noch länger ausbleiben.

Vor allem frischgepflanzte Bäume leiden unter der aktuellen Trockenheit

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