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Bewässerungsprojekt: Eisenheim vermisst in Studie Pumpversuche | BR24

© picture alliance/imageBROKER

Symbolbild: Bewässerung von einem Erdbeerfeld

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    Bewässerungsprojekt: Eisenheim vermisst in Studie Pumpversuche

    Erst sollte nur geprüft werden, ob das Bewässerungsprojekt im Norden von Würzburg technisch machbar ist. Nun soll eine Studie alle Auswirkungen auf Natur, Umwelt und Landwirtschaft klären. Die Studie geht der Gemeinde Eisenheim nicht weit genug.

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    Ein Speichersee mit 1,5 Millionen Liter war in der Bergtheimer Mulde zur Bewässerung geplant. Damit könnten dann rund um Bergtheim noch mehr Spargel-Erdbeer und Gemüsefelder bewässert werden. Nun soll eine Studie untersuchen, was das Bewässerungsprojekt für Folgen für Natur, Umwelt und Landwirtschaft haben wird.

    Der Gemeinde Eisenheim geht diese Studie allerdings nicht weit genug. Eisenheims Bürgermeister Andreas Hoßmann geht davon aus, dass der Gemeinderat heute Abend bei seinem Nein zur Studie bleibt. Denn weiter ausgeschlossen werden darin Pumpversuche am Mainufer von Eisenheim. Nur so könne aber festgestellt werden, ob Schäden zu befürchten sind, wenn im Winter 160 Liter Wasser pro Sekunde zum Speichersee abgezweigt werden.

    Auswirkungen des Bewässerungsprojekts

    Mehrere Bürgermeister aus dem Würzburger Norden stehen dem gigantischen Bewässerungsprojekt skeptisch gegenüber. Viele der zehn Bürgermeister der Allianz "Würzburger Norden" wollen geklärt wissen, welche Auswirkungen das Projekt zum Beispiel auf die Pachtpreise hat. Sie könnten sich für Ackerbaubetriebe so verteuern, dass er unrentabel wird. Außerdem könnte es auch das letzte große Feldhamstervorkommen Bayerns bedrohen, wenn es noch mehr Folientunnel gibt.

    Für den Artenschwund droht die EU bereits mit Strafen. In der Studie soll auch geprüft werden, ob es sich überhaupt rechnet, einen Speichersee mit rund 1,5 Millionen Litern anzulegen und dafür Mainwasser aus Uferfiltrat von Eisenheim über eine weite Strecke hochzupumpen. Die Studie soll aufzeigen, welche Alternativen es zu dem Projekt gibt, wie etwa wassersparende Bewässerungstechnik und wie eine gerechte Aufteilung der Wasser-Ressourcen möglich wäre.

    Bergtheim stellt Wasserversorgung um

    Zuletzt wurden nach Schätzungen rund um Bergtheim pro Jahr 650.000 bis eine Million Kubikmeter Grundwasser entnommen, um damit Sonderkulturen zu bewässern. Um die eigene Wasserversorgung sicher zu stellen, hat der Bergtheimer Gemeinderat vor kurzem die Umstellung auf Fernwasser beschlossen.