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Bewährungsstrafe für Angriff auf Rettungsassistenten | BR24

© BR/Torsten Thierbach

Ein 24-Jähriger soll einen Sanitäter angegriffen und so stark verletzt haben, dass der monatelang nicht arbeiten konnte. Das Amtsgericht Neu-Ulm hat den 24-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Sein Anwalt hält ihn für schuldunfähig.

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Bewährungsstrafe für Angriff auf Rettungsassistenten

Ein 24-Jähriger soll einen Sanitäter angegriffen und so stark verletzt haben, dass der monatelang nicht arbeiten konnte. Das Amtsgericht Neu-Ulm hat den 24-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Sein Anwalt hält ihn für schuldunfähig.

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Er soll im März einen Rettungsassistenten gewürgt, geschlagen und ihm in den Arm gebissen haben. Deshalb verurteilte das Amtsgericht Neu-Ulm heute einen Mann zu einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung. Der Angeklagte muss außerdem seinem Opfer 5.000 Schmerzensgeld zahlen und 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Führten Drogen und eine psychische Krankheit zu dem Angriff?

Der 24-Jährige hatte vor der Tat Drogen und Alkohol zu sich genommen. Das in Kombination mit Medikamenten und einer psychischen Störung haben ihn ausrasten lassen, sagte der Mann heute vor Gericht. Er hätte das Rettungsteam als Angreifer empfunden und habe deshalb unter anderem zugeschlagen.

Täter entschuldigt sich bei Rettungsassistent

Bei dem Prozess entschuldigte sich der 24-Jährige bei dem Rettungsassistenten, der schwer verletzt worden war. Der Helfer hatte unter anderem eine Nasenbeinfraktur erlitten und musste operiert werden. Jetzt, acht Monate nach dem Vorfall, kehrt er in seinen Job zurück.

Anwalt prüft Schuldunfähigkeit des Täters

Ob das juristische Verfahren mit dem heutigen Urteil abgeschlossen ist, das steht allerdings noch nicht fest. Laut Verteidiger ist der 24-jährige Angeklagte schuldunfähig, weil er an einer Schizophrenie leidet und zum Tatzeitpunkt an einem psychotischen Schub gelitten haben soll. Deshalb will der Anwalt eine Revision prüfen.