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Betrunkener täuscht Sprung vor U-Bahn vor - Strafe folgt | BR24

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U-Bahn fährt ein am Münchner Stiglmaier-Platz - Symbolbild zu Vorfall am Hauptbahnhof, wo ein Betrunkener einen Sprung vor die U-Bahn antäuschte.

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Betrunkener täuscht Sprung vor U-Bahn vor - Strafe folgt

Ein Betrunkener hat am Dienstag am Münchner Hauptbahnhof einen Sprung vor die U-Bahn vorgetäuscht. Der Zugführer musste daraufhin eine Vollbremsung einleiten, Personen wurden bei dem Vorfall nicht verletzt. Den Betrunkenen erwartet ein Verfahren.

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Wie die Polizei heute berichtet, ist ein 51-Jähriger kurz nach 22 Uhr am Bahnsteig auf die Gleise zu gerannt und stoppte erst im letzten Moment am Sicherheitsstreifen, kurz vor dem Führerhäuschen der einfahrenden U4. Der 39-jährige Fahrer der U-Bahn leitete demnach sofort eine Schnellbremsung ein und brachte die U-Bahn vor dem regulären Haltepunkt zum Stehen. Laut Polizei soll sich der 51-jährige polnische Staatsangehörige anschließend vor einem begleitenden Landsmann mit seinem "Scherz" gebrüstet und über die ausgelöste Reaktion gefreut haben.

Mehr als 2 Promille Alkohol im Blut und Strafe in Aussicht

Alarmierte Einsatzkräfte konnten den Tatverdächtigen noch am Bahnsteig festnehmen. Bei dem Wohnsitzlosen wurde ein Alkoholwert von über zwei Promille festgestellt, er wurde deshalb zur Ausnüchterung bis heute morgen in Gewahrsam genommen. Fahrgäste wurden durch die Schnellbremsung nicht verletzt. Der U-Bahnfahrer konnte kurze Zeit später weiterfahren, der unterbrochene U-Bahnverkehr wieder aufgenommen werden.

"Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr"

Der "Scherz" hat für den 51-Jährigen ein juristisches Nachspiel: Gegen ihn wird wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Das Strafgesetzbuch sieht dafür eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor.

© picture-alliance/dpa

Am Münchner Hauptbahnhof musste ein U-Bahnfahrer eine Vollbremsung hinlegen, weil ein Betrunkener zum Sprung ansetzte. Polizeisprecher Michael Riehlein schildert den Vorfall.