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Symbolbild: Mitglieder eines Sondereinsatzkommandos der Polizei
© pa/dpa
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Symbolbild: Mitglieder eines Sondereinsatzkommandos der Polizei

Zu einem größeren Polizeieinsatz ist es am Samstagnachmittag in einem Mehrparteienhaus in Amberg gekommen. Das teilte die Polizei Amberg am Sonntag mit.

Kurz vor 16 Uhr rief ein 20-Jähriger über Notruf bei der Polizei an und teilte mit, dass ein 41 Jahre alter Familienangehöriger mehrfach Schüsse aus einer selbstgebauten Waffe abgefeuert hatte. Zusammen mit seiner Mutter und seiner vierjährigen Schwester konnte der 20-Jährige die Wohnung verlassen, der bewaffnete 41-Jährige blieb alleine in der Wohnung zurück.

Spezialkräfte rückten an - Festnahme ohne Widerstand

Da die Polizei eine weitere Gefahr nicht ausschließen konnte, wurde das Wohnhaus durch mehrere Streifenbeamte abgesperrt und die angrenzenden Wohnungen geräumt. Parallel wurde das SEK verständigt.

Noch vor Eintreffen der Spezialkräfte verließ der 41-Jährige freiwillig und unbewaffnet die Wohnung. Im Treppenhaus konnte er widerstandslos festgenommen werden. Bei einer anschließenden Durchsuchung der Wohnung konnte die selbstgebaute Waffe und eine aufgebohrte Schreckschusswaffe sowie Munition sichergestellt werden. Laut Polizei hatte er zuvor mit Platzpatronen in der Wohnung in die Luft geschossen.

Die Polizei geht von einem Familienstreit aus, so ein Sprecher der Polizei gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Mann in psychiatrische Klinik eingeliefert

Der Mann sei erheblich alkoholisiert gewesen und wurde "aufgrund seiner Äußerungen" in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert. Laut Polizei besaß der Mann keine Erlaubnis Waffen zu besitzen. Er wird sich wohl wegen mehrerer Straftaten, unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und Bedrohung, verantworten müssen.